Newsletter kija Sbg 11/17

Liebe FreundInnen der Kinderrechte!

Im November sollten die Kinderrechte im Mittelpunkt stehen, begehen wir doch jedes Jahr am 20. November den internationalen Tag der Kinderrechte. Dieses Jahr wurde diese feierliche Zeit aber von sehr traurigen Ereignissen und besonders drastischen Kinderrechtsverletzungen in Österreich überschattet. Insgesamt müssen also auf allen Ebenen noch mehr Anstrengungen unternommen werden, um Kinder zu schützen. Die KIJAS werden jedenfalls alles unternehmen, entsprechende Anstrengungen auch von der kommenden Regierungen einzufordern. Einen ersten vorbereitenden Termin dazu gab es bereits beim Bundespräsidenten. Lesen Sie mehr dazu in diesem Newsletter.



Rund um den internationalen Tag der Kinderrechte

Besuch beim Bundespräsidenten

Am 20. November, dem internationalen Tag der Kinderrechte, zeigten die österreichischen Kinder- und JugendanwältInnen bei einem Arbeitsgespräch mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen die aktuellen Herausforderungen für junge Menschen in unserem Land auf. Österreich hat sich 1992 zur Wahrung der Kinderrechte verpflichtet. Daher setzen die Kinder- und JugendanwältInnen auf eine starke politische Lobby für Kinderrechte. Mit dem österreichischen Staatsoberhaupt als Rückendeckung erwarten sie sich auch von der neuen Regierung ein deutliches Bekenntnis zu den Kinderrechten für ALLE Kinder.

Pressemeldung


The winner is … Open.Heart

150 spannende Projekte aus allen EU-Ländern hatten sich dieses Jahr um den europäischen Verwaltungspreis, den „Oscar“ der öffentlichen Administration, beworben. Im Finale konnte sich „Open.Heart“, das Salzburger Patenschaftsprojekt für jugendliche Flüchtlinge, gegen 18 internationale Mitbewerber durchsetzen und ist somit Sieger in der Kategorie „Regionales“.

Die Jury begründete die Entscheidung damit, dass es der Kinder- und Jugendanwaltschaft Salzburg im Sommer 2015 gelungen war, innerhalb kürzester Zeit rasch und zielgerichtet auf eine gesellschaftliche Herausforderung zu reagieren, indem sie das dringende Bedürfnis junger Flüchtlinge nach Orientierung erkannte und die Hilfsbereitschaft der Zivilbevölkerung für das Patenschaftsprojekt nachhaltig zu nutzen wusste.

Kinder- und Jugendanwältin Andrea Holz-Dahrenstaedt erhofft sich, dass nun mit dem europäischen Rückenwind das Projekt ausgebaut und langfristig abgesichert wird, sodass es allen geflüchteten Kindern und Jugendlichen in Österreich zur Verfügung steht:
„Gerade in Zeiten, in denen Vorurteile wieder geschürt werden, sind Projekte, die das gegenseitige Verständnis fördern, ein wichtiges Signal gegen Ausgrenzung und für die Einhaltung der Kinderrechte!“

Zur Presseaussendung


Das waren die Kinderrechte Filmtage

Erfolgreich gingen die 2. Salzburger Kinderrechte Filmtage vergangene Woche zu Ende. Von 13. bis 16. November 2017 wurden insgesamt sieben Filme aus sieben verschiedenen Ländern gezeigt, darunter zwei Österreichpremieren. Gemeinsam war den Filmen, dass sie sich um das Thema „GROß werden“ jenseits der Bilderbuchfamilie drehten. 1.012 BesucherInnen, überwiegend junges Publikum von der Volksschülerin bis zum angehenden Kindergartenpädagogen, kamen bei freiem Eintritt zu den Vorführungen ins OVAL in den Europark. Die hohe BesucherInnenzahl ist zwar erfreulich, noch wichtiger war es dem Veranstaltungsteam (akzente salzburg, Verein Spektrum & kija Salzburg) aber, mit den SchülerInnen ins Gespräch zu kommen. Schließlich hat jede/r eine Idee davon, wie die perfekte Bilderbuchfamilie aussieht, aber nur die wenigsten wachsen auch in so einer Familie heran. Ziel der Filme war es, das Verständnis für andere Formen des Aufwachsens zu stärken. Dass das gelungen ist, verdeutlicht die Aussage einer Schülerin der NMS Lehn: "Normaler Weise schauen wir uns solche Filme ja nicht an, sondern nur Hollywoodfilme, aber wir sind froh, die Filme gesehen zu haben, schließlich wollen wir ja was lernen!"

Danke an unsere UnterstützerInnen:

OVAL - Die Bühne im EUROPARK, EUROPARK Salzburg, Das KINO, Land Salzburg, Stadt Salzburg, Arbeiterkammer Salzburg, Salzburger Sparkasse & Verein zur Förderung der Kinderrechte


International Children's Peace Prize

Der Internationale Kinder-Friedenspreis wird jährlich an Kinder vergeben, die sich in öffentlich sichtbarer und nachhaltiger Weise für Kinderrechte oder für die Verbesserung der Situation von benachteiligten Kindern einsetzen. Heuer sind drei KandidatInnen nominiert: Die 15-jährige Faye, die sich für besseren Schutz für Mädchen vor sexueller Ausbeutung in Indonesien einsetzt, der 16-jährige Tymon, der für mehr Mitbestimmung junger Menschen in Polen kämpft, und Mohamad, ebenfalls 16, aus Syrien, dem besonders das Recht auf Schule und Bildung für geflüchtete Kinder und Jugendliche am Herzen liegt. Am 4. Dezember entscheidet sich, wer gewinnt. Schon jetzt steht fest, dass diese Kinder alle unseren größten Respekt verdienen!

Children's Peace Prize


Kurz gemeldet

Drittes Geschlecht auch in Österreich?

Jedes Kind weiß, dass es in der Natur mehr gibt als männlich und weiblich, Schnecken zum Beispiel sind zwittrige Lebewesen. Nur bei den Menschen darf offenbar nicht sein, was auf den Formularen nicht Platz findet, und dort kann man bisher nur zwischen "männlich" und "weiblich" wählen. Am 8. November hat nun aber das deutsche Bundesverfassungsgericht entschieden, dass eine dritte Option beim Geschlechtseintrag zu schaffen ist. Auch in Österreich ist ein ähnliches Verfahren anhängig, das voraussichtlich 2018 entschieden wird. Allerdings könnte die Politik der verfassungsrechtlichen Entscheidung vorgreifen. So empfiehlt die Bioethikkommission zu dem Thema "Intersex", Menschen vor medizinischen Eingriffen zu schützen, die nicht ihrem eigenen Wunsch entsprechen, sowie die Einführung einer dritten Option neben "männlich" oder "weiblich" in Personenstandsregistern.
Die KIJAS Österrich sprachen sich übrigens schon 2015 in ihrem Positionspapier dafür aus, die Kategorie Geschlecht um mindestens eine weitere Option zu erweitern.

Presseaussendung HOSI, VIMÖ & Plattform Intersex


App: YouTube Kids

YouTube ist eine der wichtigsten Informations- und Unterhaltungsquellen für Kinder und Jugendliche. Dabei stoßen sie aber auch leicht auf Inhalte, die nicht für sie geeignet sind. Die App YouTube Kids setzt genau hier an und soll es Eltern ermöglichen, die YouTube-Inhalte sowie die auf der Plattform verbrachte Zeit dem Alter ihres Kindes anzupassen. Saferinternet.at hat geprüft, was die App taugt. 
Fazit: YouTube Kids bietet zwar eine kindersicherere Version der Videoplattform, es ersetzt dennoch keine elterliche Begleitung. Bleiben Sie gerade bei kleinen Kindern in der Nähe und schauen Sie immer wieder nach, auf welche Videos ihr Kind stößt.

Weitere Infos


Danke für die Packerl!

Wir freuen uns sehr, dass auch dieses Jahr viele die Gelegenheit nutzten, bei der kija Salzburg ein Packerl für notleidende Kinder in Südost- und Osteuropa abzugeben. Am 15. November wurden die Packerl abgeholt und werden in den nächsten Tagen zu den Kindern transportiert. Für Kinder, die das ganze Jahr im Mangel leben, sind Geschenke wie diese unvergessliche Momente. Falls sie diese Aktion versäumt haben und helfen wollen, fragen Sie in Ihrer Gemeinde oder in Ihrer Pfarre oder bei einer caritativen Organisation in Ihrer Umgebung nach, denn viele Familien brauchen gerade rund um die Weihnachtszeit Unterstützung.

Infos zum Projekt


Wir wünschen Ihnen einen ruhigen und besinnlichen Advent - halten Sie die Herzen offen!
Laufende Infos rund um die kija Salzburg finden Sie auch auf: www.facebook.com/kijasalzburg

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Kinder- und Jugendanwaltschaft (kija) Salzburg, Gstättengasse 10, 5020 Salzburg
Tel: +43(0)662-430 550, Fax: +43(0)662-430 550-3010