Newsletter kija Sbg 11/13

Liebe FreundInnen der kija Salzburg, sehr geehrte Damen und Herren,

nach einem intensiven Kinderechteherbst hat uns schneller als gedacht die Vorweihnachtszeit eingeholt. Es ist die Zeit der Vorfreude, besonders bei den Kindern. Doch was ist mit den Kindern, denen niemand was schenken kann, z. B. weil sie als unbegleitete Flüchtlinge nach Österreich gekommen sind, oder weil ihre Eltern in Armut leben? Durch Spendengelder ist es der kija Salzburg dieses Jahr möglich, ihnen eine besondere Freude zu machen. Lesen Sie mehr dazu in diesem Newsletter.


Wir sind jetzt 20!

Am 20. November, den Internationalen Tag der Kinderrechte, feierte die kija Salzburg ihren 20. Geburtstag. Mehr als 200 Gäste waren gekommen. Darunter der erste zuständige Politiker, unter dem die kija Salzburg 1993 als weisungsfreie Einrichtung des Landes Salzburg gegründet wurde - Landeshauptmann Stellvertreter a. D. Gerhard Buchleitner, Paul Arzt - erster Salzburger Kinder- und Jugendanwalt, Wegbereiter und Wegbegleiterinnen, Kooperationspartnerinnen und Freunde.
Zu ihrem Jubliäum blickte die kija auf viele Erfolge zurück, die sie gemeinsam mit anderen erkämpft hatte - z. B. die Prozessbegleitung, den Kinderbeistand oder auch die Errichtung des SOS-Clearinghouses. In die Zukunft blickend warnte Festredner Klaus Firlei vor der Einsparung bei Kinderrechten: "In jedem Fall können wir mit der Umsetzung der Kinderrechte nicht darauf warten, bis alle Banken saniert, durch jeden Berg ein Tunnel gebohrt und alle Autobahnen dreispurig ausgebaut sind, denn das können wir uns bestimmt nicht leisten!"
Durch das abwechslungsreiche Programm aus Reden, Kinderrechte-Showeinlage, Rück- und Ausblick, Musik und Berichten von KinderrechtebotschafterInnen führte mit Witz & Charme Moderator Fritz Egger. Bei ihm und allen Gästen möchte sich die kija Salzburg für das wunderschöne Fest herzlich bedanken.

Presseaussendung zum 20. Geburtstag

Bilder vom Fest


Tätigkeitsbericht 2011 - 2013

Alle zwei Jahre veröffentlicht die kija Salzburg einen umfangreichen Überblick über ihre Tätigkeiten. Pünktlich zum 20. Geburtstag ist der Tätigkeitsbericht 2011 - 2013 druckfrisch erschienen. Schwerpunkte darin sind die Mobbingintervention, der Einsatz für fremduntergebrachte Kinder und Jugendliche und das Thema asylsuchende Kinder und Jugendliche. Außerdem findet man in der Publikation die aktuellen Zahlen zur laufenden Beratungs- und Workshoptätigkeit der kija Salzburg.

Der kija-Tätigkeitsbericht kann in der kija Salzurg kostenlos bestellt oder direkt auf der Homepage heruntergeladen werden.


Neu: Broschüre gegen Gewalt an Kindern

Österreichweit werden jährlich 600 bis 700 Fälle sexueller Gewalt an Kindern angezeigt, zu Verurteilungen kommt es in einem Drittel der Fälle. Die Dunkelziffer liegt mit 10.000 bis 25.000 Opfern jedenfalls deutlich über den offiziellen Zahlen. Anlässlich der 16 Tage gegen Gewalt hat die kija Salzburg die Broschüre "Jede Träne ist ein Wasserfall" zum Thema Gewalt an Kindern und Jugendlichen neu aufgelegt. Darin findet sich eine Beschreibung der verschiedensten Gewaltformen, eine Auflistung der Signale, die auf Gewaltanwendung hindeuten, rechtliche Grundlagen und wichtige Adressen, die Hilfe bieten. Ergänzt wurde die Neuauflage um Themen wie Zwangsheirat oder institutionelle Gewalt.

"Jede Träne ist ein Wasserfall" wurde bereits an Beratungseinrichtungen und KinderärztInnen im Bundesland Salzburg verschickt. Auch durch die gute Information von Erwachsenen sollen Kinder besser geschützt werden bzw. schneller Hilfe bekommen, wenn sie bereits Opfer von Gewalt wurden.

Die Broschüre kann in der kija Salzburg kostenlos bestellt oder auf der Homepage heruntergeladen werden. 


Minderjährige in Haft: Lösungen finden

Der Fall ging 2013 durch die Medien. Ein Minderjähriger wurde wochenlang in U-Haft gehalten, weil es keine bessere Alternative für ihn gab. 2013 waren im Bundesland vier Minderjährige in Haft. Nun hat die kija Salzurg alle beteiligten Einrichtungen an einen Tisch geholt, um künftig rascher reagieren zu können. Die Ergebnisse des Arbeitstreffens können sich sehen lassen.

  1. Ab sofort soll unmittelbar nach der Inhaftierung eines/einer Jugendlichen von Neustart eine Sozialnetzkonferenz einberufen werden. An dieser beteiligen sich Jugendamt und Hilfseinrichtungen ebenso wie Familie, Schule und der/die Jugendliche selbst. Gemeinsam werden die Möglichkeiten und Ressourcen des/der Jugendlichen ausgelotet. Der/die Betroffene selbst kann erzählen, was er/sie bräuchte, um einen anderen Weg einzuschlagen. Die Ergebnisse der Konferenz werden dem/der U-RichterIn vorgelegt.
  2. Eine medizinische Abklärung noch während der U-Haft ist wichtig. Laut Statistik der Kinder- und Jugendpsychiatrie sind 70 Prozent aller delinquenten Jugendlichen psychisch krank. Eine fundierte Anamnese und eine konkrete Maßnahmenempfehlung sollen die Jugendlichen dabei unterstützen, realisitsche Zukunftsperspektiven aufzubauen.

Nach diesem überaus konstruktiven ersten Arbeitstreffen wird der Runde Tisch in der kija Salzburg im Halbjahrestakt fortgesetzt.


Kein Platz für Mütter in Krisen

Die akute Unterversorgung von Müttern bzw. Eltern in Krisen ist in Salzburg seit Jahren bekannt. Diesen Herbst führte die kija Salzburg erneut eine Erhebung unter Beratungseinrichtungen und Jugendämtern durch, um den Bedarf besser abschätzen zu können. Das Ergebnis ist eindeutig. Von 39 Einrichtungen/Stellen gaben 38 an, dass Salzburg dringend eine stationäre therapeutische Einrichtung für Eltern(-teile) mit ihren Kindern braucht, wie es sie bereits in anderen Bundesländern gibt. Dort sollen junge Mütter/Eltern die Rahmenbedingungen vorfinden, die es ihnen ermöglichen, selbst nachzureifen/zu gesunden und gleichzeitig für ihr Kind da zu sein. Die Zahl der teuren Fremdunterbringungen könnte dadurch reduziert werden.


Weihnachten für jedes Kind

Sie wohnen in Flüchtlingsheimen, Wohngemeinschaften oder bei ihren Eltern, kommen vom anderen Ende der Welt oder wurden in Österreich geboren. Ihre Geschichten sind verschieden, gemeinsam ist ihnen die Armut. Wenn zu Weihnachten sprichwörtlich Kinderwünsche in Erfüllung gehen, bleibt ihr Gabentisch leer. Deshalb hat die kija Salzburg beschlossen, dieses Jahr Weihnachtsgeschenek für Kinder und Jugendliche zu besorgen, die mit ganz wenig auskommen müssen.

Durch Spenden des Lionsclub Salzburg und des Salzburger Franziskischlössls sowie Einnahemen der kija-Nostalgieversteigerung sind knapp 2.000,- Euro zusammengekommen. Mit dem Betrag besorgte die kija Salzurg für 70 Kinder und Jugendliche Bücher, Spielsachen, Kleidung, Essensgutscheine uvm.

Danke an alle UnterstützerInnen für Ihr Vertrauen und Ihre Spendenbereitschaft!


Termine

Heute: Weihnachts-Benefizkonzert

Selbst geschriebene Weihnachtslieder und- geschichten in Pinzgauer Dialekt, damit begeistert die Band GöKo & Co ihre Fans. Für den Verein zur Förderung der Kinderrechte spielen sie ein Benefizkonzert.

Wann: Do, 12. Dezember 2013, 19.30 Uhr

Wo: Seniorenheim Bischofshofen


Das Team der kija Salzburg wünscht Ihnen eine stressfreie Vorweihnachtszeit und ein frohes Fest. Laufende Infos rund um die kija Salzburg erhalten Sie auch auf: www.facebook.com/kijasalzburg

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Kinder- und Jugendanwaltschaft (kija) Salzburg, Gstättengasse 10, 5020 Salzburg
Tel: +43(0)662-430 550, Fax: +43(0)662-430 550-3010