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Wiederbestellt: Kinder- und Jugendanwältin voller Pläne

Der Herbst September 2013 ist in der Geschichte der Kinder- und Jugendanwaltschaft (kija) Salzburg ein Meilenstein. Zum einen, weil die Einrichtung in diesem Jahr ihren 20. Geburtstag feiert, zum anderen weil Kinder- und Jugendanwältin Andrea Holz-Dahrenstaedt in eine weitere Funktionsperiode startet. Anlass genug, um zurückzublicken und die Richtung für die nächsten fünf Jahre vorzugeben.

Portrait Andrea Holz-Dahrenstaedt.

Bild: Andrea Holz-Dahrenstaedt freut sich auf die nächsten fünf Jahre Einsatz für die Kinder und Jugendlichen.

kija Salzburg - nicht wegzudenken!

In Salzburg ist die kija Salzburg in den vergangenen Jahren zu der Interessensvertretung für Kinder und Jugendliche herangewachsen. Kaum ein Kind hat noch nie von der kija Salzburg gehört, und das, obwohl die Zielgruppe der unter 18-Jährigen ständig wechselt bzw. nach- und hinauswächst . Zum Erfolgsrezept für die hohe Bekanntheit gehören unzählige Kinderrechteworkshops in Stadt und Land sowie Theatertouren durch alle Bezirke. Ein fixer Bestandteil der kija-Arbeit ist außerdem die zumindest wöchentlich stattfindende mobile Beratung in der Region und das stark nachgefragte Mentoringprojekt „MutMachen“. In rund 2.000 Einzelfällen berät die kija Salzburg pro Jahr und schreckt dabei auch vor der Nutzung neuer Medien (facebook, Skype, App) nicht zurück ;-) Den Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen hat die kija Salzburg auch nach 20-jährigem Bestehen nicht verloren.  Was  für sie zählt, ist jede einzelne befriedigende Lösung, die für und mit einem Kind erreicht werden konnte, z. B. wenn in einem heftigen Trennungskonflikt die Wünsche der Kinder so übersetzt werden können, dass die Eltern nach einem Miteinander statt einem Gegeneinander suchen.

Der lange Atem der kija Salzburg

Es gibt jedoch auch Bereiche, in denen sich die kija Salzburg mehr Bewegung gewünscht hätte bzw. mehr politischen Mut eingefordert hat. An erster Stelle ist dabei die unterentwickelte Mobbingarbeit an Schulen zu nennen. Allein im ersten Halbjahr 2013 wandten sich 333 Mobbingopfer an die kija Salzburg. Dass in den Klassen noch weit mehr in Not geratenen Kinder sitzen, liegt auf der Hand. Sie alle aufzufangen ist aufgrund des Personalmangels und aufgrund politischer Warteschleifen derzeit jedoch schlicht nicht möglich.

Für Kinder ohne Lobby

Manchmal ist die kija Salzburg in der Vergangenheit mit ihrem Einsatz für die Kinderechte auch an ihre Grenzen gestoßen. An negativen Höhepunkten seien der erschütternde „Heimkinderskandal“, die unwürdigen Bedingungen rund um den Jugendstrafvollzug oder die dramatischen Schicksale vieler asylsuchender Kinder und Familien, die mit dem Damoklesschwert der Abschiebung leben müssen, zu nennen. All diese Geschehnisse sind Ansporn, sich noch stärker für Kinder und Jugendliche einzusetzen, deren Stimme nicht gehört wird. Im Bereich der fremduntergebrachten Kinder und Jugendlichen hat die kija Salzburg beispielsweise ein Pilotprojekt für eine kinderanwaltlichen Vertrauensperson gestartet, aber auch in den anderen beiden will Andrea Holz-Dahrenstaedt konkrete Verbesserungen erreichen. Im Bereich Trennung und Scheidung will sie die zahlreichen positiven Errungenschaften – vom Kinderbeistand bis zur Besuchsbegleitung  - bündeln und unter dem Dach „Außergerichtlicher Familienausgleich“  zusammenführen. 

Wer beschützt die Hüterin der Kinderrechte?

An Zielen und Engagement fehlt es der kija Salzburg jedenfalls nicht. Doch auch der Rahmen, in dem die kija Salzburg operiert, muss gesichert werden. Im Zuge des Gesetzwerdungsprozesses für ein zeitgemäßes Kinder- und Jugendhilfegesetz wäre es erstrebenswert, die kija Salzburg als „Hüterin der Kinderrechte“  in ihrer Unabhängigkeit und ihren Rechten  zu stärken, sodass sie ihren vielfältigen Aufgaben gerecht und eine noch stärkere Interessensvertretung für alle Kinder und Jugendlichen im Bundesland Salzburg werden kann.

Wunder planen

Andrea Holz-Dahrenstaedt freut sich jedenfalls auf die kommenden Jahre:
„Ich bedanke mich bei allen jungen Menschen, die uns vertrauten und uns tagtäglich Stoff und Motivation für notwendige Veränderung liefern. Ich versichere ihnen, nicht müde zu werden, mich auch bei Gegenwind für ihre Rechte einzusetzen. Frei nach Christoph Schlingensief und Ernesto Che Guevara stehen die nächsten Jahre unter dem Motto: Sei realistisch und plane ein Wunder!“

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