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22.08.2018 09:42 Alter: 33 days
Kategorie: Presseaussendung

Niemand sollte auf diese Burschen verzichten müssen!


Was die beiden Frauen tun, ist für sie das Normalste der Welt, und sie tun es von Herzen gerne! Und doch sind sie Heldinnen, denn für zwei Jugendliche aus dem Pier 47 hat sich dadurch die Welt verändert!


Die beiden Burschen Mo und Ali mit ihren Patinnen

Bild: Mo, Michaela, Ali und Iris – vier, die aufeinander aufpassen!

Bei der Ausbildung in der Kinder- und Jugendanwaltschaft (kija) Salzburg machte sich Iris noch Sorgen, ob sie überhaupt genug Zeit für eine Patenschaft habe, neben Arbeit, Sport und der eigenen Familie. „Naja, einmal in der Woche wird sich‘s schon ausgehen“, gab sie sich dann einen Ruck.
Ali, ihren 17-jährigen Patenbub, lernte sie genau vor drei Monaten über die kija Salzburg kennen. Aus ihrem Leben ist er jetzt schon nicht mehr wegzudenken. Wenn die beiden miteinander plaudern klingt es ohnehin so, als würden sie sich schon ewig kennen: „Weißt du noch, letzte Woche auf dem Grillfest, was für ein Spaß!“, „Kommst du morgen eigentlich zum Fußballschauen?“, „Klar, aber vorher gehen wir Laufen, ich hol dich ab!“

Der ein Jahr ältere Mo ist schon seit einem Jahr in einer open.heart-Patenschaft. Mo und Michaela sind das erste Patenpaar, das die kija Salzburg in Sankt Gilgen vermitteln konnte. Gemeinsam mit rund 60 anderen lebte Mo bis zu seinem 18. Geburtstag im Pier 47. Er weiß, dass sich die meisten dort nichts sehnlicher wünschen als eine Patenschaft.

„Seit ich Michaela als Patin habe, ist in meinem Leben nichts mehr so wie vorher“, erklärt er, „alles ist viel schöner und leichter. Davor war es fast egal, ob es mir gut ging oder nicht, das bekam ohnehin niemand mit. Irgendwie war es, als würde es mich gar nicht geben!“

Die Patenschaften sind wie ein Geschenk

Auch Ali ist rundum glücklich, Iris und ihre Familie kennengelernt zu haben. Mit Hanna, Iris fast gleichaltriger Tochter, und ihrer Clique ist er abends nun schon ein paar Mal fortgegangen. Davor traute er sich nie, mit ÖsterreicherInnen zu sprechen. Jetzt geht das fast schon wie von selbst. Ali ist glücklich darüber, die Chance bekommen zu haben, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Das gibt ihm fast wieder so etwas wie Unbeschwertheit in seine Jugend zurück.

Für Mo war es anfangs aber auch schwierig, von Michaela so vieles zu bekommen, ohne – wie er dachte – etwas zurückgeben zu können. Mittlerweile hat sich das Gefühl gelegt. Mo hilft Michaela, wo er nur kann. Aber auch Michaelas Umfeld ist begeistert von ihrem „afghanischen Sohn“. Wenn Michaela daran denkt, dass ihr Bub eines Tages vielleicht Österreich verlassen muss, wird sie ganz ernst. Sie weiß besser als viele andere, wieviel Burschen wie Mo und Ali zu geben haben:

„Mo ist mir sehr schnell sehr nah ans Herz gewachsen. Ich schätze an ihm besonders seine Verlässlichkeit, seinen Humor und wie freundlich und respektvoll er mit anderen Menschen umgeht.“

Die Burschen geben so viel zurück

Tatsächlich hat Mo viel zu geben. Seit einem Jahr ist er beim Roten Kreuz aktiv. Das ist ihm wichtig:

„Als ich auf der Flucht war, war ich auf die Hilfe vieler Menschen angewiesen. Ich war damals ohnmächtig und schutzlos und habe mir geschworen, alles zurückzugeben, sobald ich kann!“ 

Und jetzt kann er!

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open.heart-Patenschaften

Die Kinder- und Jugendanwaltschaft (kija) Salzburg bietet regelmäßig Ausbildungen für PatInnen an und begleitet ehrenamtliche Patenschaften. Interessierte werden dringend gesucht.

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