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Liebe Freund*innen der Kinderrechte!

Wir haben uns getraut! Wir haben den Weltkindertag gefeiert - dem grauen Himmel und den Corona-geschuldeten erschwerten Umständen zum Trotz. Es war ein wunderschöner Tag, bei dem zum ersten Mal Schulklassen die neuen Räumlichkeiten der Kinder- und Jugendanwaltschaften besuchten und zusammen mit uns die Kinderrechte hochleben ließen.

Die Pandemie-Maßnahmen hatten natürlich nicht nur Auswirkungen auf unsere Feierlichkeiten, sondern haben weitreichende Folgen für Kinder und Jugendliche. In den letzten Monaten ist der Druck auf Familien gestiegen und haben Existenznöte, Stress und psychische Erkrankungen zugenommen. Die kija Salzburg hat deshalb zwei neue Folder für junge Menschen in Krisensituationen und ihre Bezugspersonen herausgegeben, die vor allem in diesen herausfordernden Zeiten als Unterstützung und Wegweiser dienen sollen.

Doch auch abseits von Corona dürfen wir eine weit umfassendere Krise nicht vergessen - daran erinnert uns eine Umfrage von SOS Kinderdorf. 85 Prozent der dabei befragten Kinder und Jugendlichen glauben, dass wir drauf und dran sind unseren Planeten zu zerstören. Sie fordern uns zu raschem Handeln auf. Mehr darüber und viele weitere Neuigkeiten lesen Sie in diesem Newsletter.

 


Der Weltkindertag - jetzt wichtiger denn je!


Seit 1995 gibt es ihn nun schon - den Weltkindertag in Salzburg. Veranstaltet wird er von der Plattform Weltkindertag, einem Zusammenschluss von mehr als 70 Salzburger Kinder- und Jugendinitiativen. Mit diesem Tag, der jedes Jahr am letzten Freitag im September stattfindet, wird die Ratifizierung der Kinderrechtskonvention in Österreich gefeiert und damit auch die Kinderrechte im Allgemeinen.

Lange hatten wir überlegt, wie wir dieses Jahr feiern sollten. Es war uns dabei klar - in irgendeiner Form müssen wir diesen Tag feiern, ist es doch gerade jetzt wichtig, auf die Kinderrechte aufmerksam zu machen. Und auch der Fokus stand fest: das Kinderrecht auf Spiel und Freizeit, das in den letzten Monaten für viele Kinder immer wieder zu kurz gekommen ist und immer noch zu kurz kommt.

Schlussendlich stand der Plan - drei Schulklassen sollten es sein, die nacheinander verschiedene Stationen durchlaufen, vom Verein Spektrum bis zum neuen Gebäude der kija in der Fasaneriestraße. Und: Der Tag wurde ein voller Erfolg! Das Programm war bunt und vielfältig - reichte von einer Druckwerkstatt beim Verein Spektrum, über eine "Schnitzeljagd" durch verschiedene Kinderrechte-Stationen zur stärkenden Jause in der neuen kija-Kantine. Bei den vielen unterschiedlichen Aktivitäten vergaßen die Kinder schnell ihre Masken, mit viel Enthusiasmus nahmen sie an den Spielen teil, bemalten Taschen und Masken und diskutierten die Kinderrechte.

O-Ton einer Volksschülerin: "Das war bis jetzt der schönste Schulausflug!"

Dass der Tag so erfolgreich über die Bühne ging, lag vor allem an der Unterstützung zahlreicher Mitarbeiter*innen und Freiwilliger und ihnen wollen wir hiermit noch einmal ganz herzlich danken! Wir freuen uns schon auf die Feierlichkeiten im nächsten Jahr - hoffentlich ohne Einschränkungen und mit ein bisschen mehr Sonnenschein ;)


Neue Folder für junge Menschen in Krisensituationen


Die Idee dazu gab es schon länger, doch durch die Entwicklungen in den letzten Monaten erhöhte sich die Dringlichkeit. Darum haben wir nun, rechtzeitig zu Schulbeginn, zwei neue Folder herausgebracht - einen für Kinder und Jugendliche, einen zweiten für Eltern und Bezugspersonen. Beide sind angelehnt an Vorlagen der Kinder- und Jugendanwaltschaft Oberösterreich und wurden von unserer Grafikerin Teresa Menzel neu und - wie wir finden - sehr gelungen gestaltet.

Der Krisenleitfaden für junge Menschen soll diese auf Krisen bei sich und Gleichaltrigen sensibilisieren, ihnen Auswege aufzeigen und sie ermutigen, sich anderen anzuvertrauen. Auch das Pendant für Erwachsene soll beim Erkennen von Krisen helfen und auf Unterstützung von außen verweisen.

Sowohl der Folder für Kinder und Jugendliche als auch jener für Erwachsene kann online heruntergeladen werden oder direkt bei der kija bestellt werden - unter kija(at)salzburg.gv.at oder +43 662 430 550


Rechtzeitig zu Schulbeginn: Der School Checker im neuen Look!


Rechtzeitig zu Schulbeginn haben wir den School Checker neu aufgelegt, gibt es doch auch unabhängig von Corona viele Fragen rund um das Thema Schule. Der School Checker ist nun auf dem neuesten Stand, übersichtlicher und hat einen neuen "freshen" Look.

Mit wie vielen Fünfern darf ich aufsteigen? Was passiert, wenn ich beim Schummeln erwischt werde? Ist Nachsitzen überhaupt erlaubt? Darf meine Klasse streiken? Auf diese Fragen und noch viele mehr findet ihr die Antworten auf www.schoolchecker.at.

Viel Spaß beim Stöbern :) Und wie immer gilt: Wenn ihr auf eine Frage keine Antwort findet - kontaktiert uns!


Österreichweites & Internationales

Österreichweite Jugendstudie „Recht auf Schutz vor Gewalt“


Eines der wichtigsten Kinderrechte ist das Recht auf Schutz vor Gewalt. Nach wie vor wachsen viele Kinder in Österreich mit Gewalterfahrung auf - sei es in der Freizeit, in Familien oder im Internet. Im Auftrag der österreichischen Kinder- und Jugendanwaltschaften hat das Institut für Jugendkulturforschung nun eine Studie zu den Gewalt- und Mobbingerfahrungen von Jugendlichen in unterschiedlichen Sozialräumen durchgeführt, deren Ergebnisse im Rahmen eines Pressegesprächs am 29. Septemberpräsentiert wurden. Bei der Präsentation wurde immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig dieses Thema gerade jetzt ist - steigt doch durch die Pandemie-Schutzmaßnahmen der Druck auf Familien und damit auch die Gefahr für Kinder, Gewalt ausgesetzt zu sein.

Die Studie zeigt: Die häufigsten Gewalterfahrungen sind nicht physischer Natur, sondern bestehen aus Beschimpfungen und Beleidigungen, Ausgrenzung und Mobbing. Jede*r Dritte berichtet von eigenen Mobbingerfahrungen, jede*r Vierte von Mobbingerfahrungen online. Wie schon frühere Studien gezeigt haben, sind vor allem Mädchen Opfer von Mobbing und hier steht oft sexualisierte Gewalt im Vordergrund. Ein wichtiges Fazit dieser Ergebnisse - die Schule ist für viele kein sicherer Ort. Nur 45 Prozent der Befragten fühlen sich "sehr sicher" an ihrer Schule oder ihrem Arbeitsplatz.

Die meisten Befragten geben an, dass sie sich bei Konfliktsituationen Hilfe von außen holen würden. Viele kennen Präventionsmaßnahmen, finden diese sinnvoll, aber oft ein wenig "langweilig" in der Durchführung. Auch die kija Salzburg ist sich der Wichtigkeit von Präventionsmaßnahmen bewusst, deshalb startet demnächst eine neue - gar nicht langweilige - Gewaltschutzkampagne des Landes Salzburgs. Mehr dazu finden Sie in einem der nächsten Newsletter!

Mobbing stellt auch Lehrpersonen vor eine große Herausforderung. Deshalb möchten wir hier noch einmal auf das Angebot der kija Salzburg hinweisen, bei Mobbingfällen in Schulklassen zu intervenieren und spezielle Workshops zu diesem Thema abzuhalten. Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte unter kija(at)salzburg.gv.at oder +43 662 430 550.


Petition: Kinder gemeinsam lernen lassen


Seit zwei Jahren gibt es sie nun - getrennte Deutschförderklassen und das Messinstrument zur Kompetenzerfassung Deutsch ("MIKA-D"). Kritisiert wurde das Konzept von Anfang an, von zahlreichen Expert*innen, aber auch von der kija Salzburg. Denn von wem lernen Kinder besser Deutsch, als von ihren Klassenkolleg*innen?

Aus diesem Grund haben nun zahlreiche Lehrpersonen gemeinsam mit dem Netzwerk SprachenRechte die Petition "Lasst Kinder gemeinsam lernen!" ins Leben gerufen. Die Details zur Petition und das Video "Lasst Kinder gemeinsam lernen!", das die Problematik veranschaulicht, finden Sie über diesen Link.

 


SOS-Kinderdorf Umfrage zu Klima & Nachhaltigkeit

 

Im Auftrag von SOS Kinderdorf hat das Institut für Jugendkulturforschung eine Umfrage unter Kindern und Jugendlichen zum Thema Klima und Nachhaltigkeit durchgeführt. 400 junge Menschen zwischen elf und 18 nahmen daran teil und das Ergebnis ist eindeutig: Die größte Sorge von Kindern und Jugendlichen gilt der Klimakrise, auch jetzt, da Corona alles andere zu überschatten scheint.

85 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass wir gerade dabei sind, unseren Planeten zu zerstören. Nur drei Prozent glauben nicht an eine menschengemachte Klimakrise, die meisten sind sich einig: Es muss gehandelt werden, und zwar so schnell wie möglich. Was sich Kinder und Jugendliche unter anderem wünschen: eine grünere Umgebung mit mehr Freiflächen für junge Menschen, weniger Autos und besserem öffentlichen Verkehr. Momentan blicken die Befragten allerdings eher pessimistisch in die Zukunft, sie fühlen sich von Politik und Gesellschaft weitgehend im Stich gelassen.

Auch wir sind überzeugt - es muss rasch gehandelt werden! Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, fordern die kijas Österreich ein Kinderrecht auf eine intakte Umwelt. Das bedeutet aber auch, dass wir uns selbst in die Pflicht nehmen müssen und die Auswirkungen unserer Lebensweisen im globalen Norden auf das Leben von Kindern im globalen Süden zum Thema machen müssen.


Schweiz bekommt Ombudsstelle für Kinderrechte


Gute Neuigkeiten aus unserem Nachbarland! Die Schweiz bekommt eine Ombudsstelle für Kinderrechte. Lange hat eine breite Allianz von Kinderrechtsorganisationen dafür gekämpft, jetzt wurde die Motion «Ombudsstelle für Kinderrechte» im Schweizer Nationalrat endlich angenommen.

Laut der "Allianz für eine Ombudsstelle für Kinderrechte" kommen jedes Jahr 100.000 Schweizer Kinder und Jugendliche in Berührung mit dem Rechtssystem. Sie brauchen oft Unterstützung bei der Wahrnehmung ihrer Rechte und dabei spielt eine unabhängige, niederschwellige Ombudsstelle für Kinderrechte eine zentrale Rolle, die zwischen dem Kind und staatlichen Stellen vermitteln kann und Empfehlungen ausspricht.

Wir freuen uns!


Tipps

Podcast-Tipp: Die kija am Museums-Sofa


Das Museum nach Hause holen: Das macht das Salzburg Museum seit März möglich - mit dem Podcast "Museum am Sofa". Der Podcast behandelt unterschiedliche Aspekte der Geschichte Salzburgs und erzählt von den Schätzen des Museums.

Unter vielen anderen spannenden Themen findet sich auch eine dreiteilige Serie unter der Überschrift "Kindheit in Salzburg". Unser Tipp für den nächsten Regentag: In Folge 2 der Serie erzählt kija-Mitarbeiterin Barbara Erblehner-Swann über die Entwicklung der Kinderrechte!

Diese und alle weiteren Folgen finden Sie auf www.salzburgmuseum.at/museumamsofa


kija-Workshop: Alles was JugendRecht ist!


Die "Hard Facts" gleich zu Beginn: Der Workshop „Alles was JugendRecht ist! Jugendarbeit und Recht" findet am Donnerstag, den15. Oktober von 11:00 - 11:30 Uhr online statt. Die Teilnahme ist kostenlos und erfolgt über Zoom (Meeting-ID: 823 1532 7604, Kennwort: 754362). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Workshop richtet sich an all jene, die Interesse und Fragen im Bereich Jugendarbeit und Kinderrechte, Jugendschutz und anderen relevanten Rechtsthemen im Berufsalltag haben. Angeboten wird der Workshop von der kija-Juristin und dipl. Sozial- und Lebensberaterin Barbara Erblehner-Swann. Das Format ist relativ frei und bietet die Möglichkeit, Fragen aus der praktischen Jugendarbeit zu stellen und gemeinsam zu diskutieren.

Sollten Sie bei diesem ersten Termin keine Zeit haben - keine Sorge! Wenn das Format gut angenommen wird, sind in regelmäßigen Abständen weitere Termine geplant. Gerne können Sie spezifische Themenwünsche unter diesem Link posten.


Klimaschutz-Wettbewerb: Frame your Mission


Und zuletzt noch einmal das Thema Klimaschutz - diesmal ein Wettbewerb! Unter dem Motto „Frame your Mission“ sucht das Klimabündnis Österreich Klimaschutz-Aktivitäten von Jugendlichen aus ganz Österreich. Bis 31. Oktober ist noch Zeit um einen kreativen Beitrag einzureichen - sei es ein Bild, Text, Video oder Kunstwerk. Der Wettbewerb richtet sich an Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren. Das Siegerprojekt erzählt 300,- Euro und weitere nominierte Beiträge werden auf der Website des Klimabündnis Österreich veröffentlicht.

Die Teilnahmebedingungen und weitere Details finden sich auf www.reifeleistung.at/mission


Laufende Infos rund um die kija Salzburg finden Sie auf www.kija-sbg.at, unter www.facebook.com/kijasalzburg oder auf Instagram.

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Tel: +43(0)662-430 550, Fax: +43(0)662-430 550-3010