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Aktueller Newsletter:

Liebe Freund*innen der Kinderrechte!

Neues aus der kija

Wir freuen uns, von ein paar aktuellen Projekten berichten zu dürfen. Wir sind bereits seit einigen Wochen wöchentlich im FORUM 1 unterwegs, um Kindern- und Jugendlichen die Angebote der kija vorzustellen und eine niederschwellige Beratung anzubieten. In diesem Newsletter teilen wir unsere ersten Erfahrungen. Ein weiteres Pilotprojekt starteten wir mit der Radiofabrik, auf der wir gemeinsam mit Mickey einmal monatlich über kinderrechtsrelevante Themen berichten werden. Außerdem informieren wir über unser Vorhaben "Gemeinsam gegen Mobbing" - eine Initiative von Jugendlichen für Jugendliche - die sich in den Startlöchern befindet. Aufgrund vermehrter Anfragen von Schulen nach Mobbing-Workshops haben wir unser Team im Innergebirg aktuell um einen freien Mitarbeiter erweitert und werden uns vermehrt dieses Themas annehmen.

Auch außerhalb der Landesgrenzen tut sich was! In einem offenen Brief forderten die kijas Österreich die Verdoppelung der Förderung der Elementarpädagogik, um die seit Jahrzehnten geforderten Verbesserungen der Rahmenbedingungen in der Elementarpädagogik endlich realisieren zu können. Auch berichten wir über die Flüchtlingskinder-Initative "Kind ist Kind", der wir uns als kija Salzburg angeschlossen haben sowie über einen Besuch der Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs bei Bundesminister Johannes Rauch.

Auch diesmal haben wir Tipps zu kinder- und jugendrechtsrelevanten Veranstaltungen, welche die Kinderrechte und das Kindeswohl im Zentrum haben. Wir freuen uns, wenn wir auf diesen viele Freund*innen der Kinderrechte antreffen.

In diesem Sinne bis bald und sonnige Grüße aus der kija!

 


Wir begegnen jungen Menschen im FORUM 1

Erste Erfahrungen aus dem Shopping Center

Wir haben in unserem letzten Newsletter darüber berichtet, dass wir jeden Mittwoch von 11:00-16:00 im FORUM 1 mit einem kija Stand vertreten sind. Für sensible Beratungsgespräche stehen uns eigene Räumlichkeiten im FORUM 1 zur Verfügung. Bisher haben wir verschiedene Standorte innerhalb des Einkaufszentrums getestet, wobei manche besser funktionieren als andere. Auch wenn das Angebot noch mehr Zeit braucht, um stärker verankert zu werden, ist es doch sehr gut angelaufen.

Über unser monatliches Gewinnspiel kommen wir mit den jungen Leuten gut ins Gespräch, auch unsere Hygienetäschchen, die von der Firma dm gesponsert wurden, werden freudig angenommen. Nicht nur junge Leute bleiben am kija Stand stehen, vereinzelt berichten auch Erwachsene von belastenden Situationen aus der Familie, einmal wurden wir von einer Schulklasse besucht. All das sind wichtige Berührungspunkte in einer Zeit, in der die Hemmschwelle für persönliche Beratungsgespräche gestiegen ist. Wir freuen uns jedenfalls auf diese Weise in Kontakt zu kommen und nah bei den Jugendlichen zu sein. Vielen Dank an das EKZ-Management, das uns diese Möglichkeit bietet.

Änderungen im Sozialunterstützungsgesetz

Anpassung der Richtsätze besonders für Kinder von Alleinerziehenden nicht ausreichend

Die Bekämpfung von Kinderarmut ist eines der wichtigsten kinderrechtlichen Ziele. Zahlreiche Vorschläge, diese zu erreichen, wurden bei der Landtagsenquete vom 30.03.2022 aus unterschiedlichen Blickwinkeln präsentiert und diskutiert. Die monatlichen Richtsätze für minderjährige Personen, die in einer Haushaltsgemeinschaft leben, unterhaltsberechtigt sind und für die ein Anspruch auf Familienbeihilfe besteht, sollen laut Entwurf zum Salzburger Sozialunterstützungsgesetz angehoben werden – und zwar von 21 % auf 25 %. Wenngleich die Anpassung grundsätzlich erfreulich ist, ist sie leider bei Weitem nicht ausreichend. Das zeigt ein Blick auf die Kinderkostenanalyse 2021 des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz aus dem Jahr 2021.

Nachdem die Bundesländer die Leistungshöhen frei bestimmen können, haben wir innerhalb der Begutachtungsfrist in einer Stellungnahme angeregt, dass der Gestaltungsrahmen im Sinne der Kinderkostenanalyse voll ausgeschöpft wird. Außerdem halten wir darin einmal mehr verfassungsrechtliche Bedenken zur generellen Systematik der Sozialunterstützung für Minderjährige fest. Aus unserer Sicht gibt es bei der Bemessungsgrundlage klaren Nachbesserungsbedarf. 


Jugendliche machen Radio. Wir machen mit!

kija mit Mickey on air

Wir sind on air - und zwar jeden 4. Dienstag im Monat ab 19:06 in der Radiofabrik, wo wir jeweils eine Stunde lang einen Radio-Podcast gestalten dürfen. In unserer ersten Sendung am 28. April stellten die 17-Jährige Mickey und kija Mitarbeiterin Marion Wirthmiller die kija vor und erklärten, mit welchen Problemen Jugendliche sich an uns wenden können. Im Rahmen der Sendung berichteten wir auch über unser Vorhaben „Gemeinsam gegen Mobbing“, eine Initiative von Jugendlichen für Jugendliche, die darauf abzielt, dass sich junge Menschen, die von Mobbing betroffen sind, zusammentun, um einander zu stärken und zu helfen. Wir berichten in diesem Newsletter über das Projekt Safe Space

Der Podcast wird hauptverantwortlich von Mickey gestaltet und durch kija Mitarbeiter*innen begleitet, weitere Sendungen befinden sich in Planung. Wir hoffen mit diesem Projekt die Stimme von Jugendlichen lauter machen und viele junge Menschen mit kinder- und jugendrechtsrelevanten Themen erreichen zu können. Die Nächste Episode folgt am 26.05.2022 um 18:30 zum Thema "Psychische Gesundheit" - wir freuen uns, wenn viele reinhören!

Rückfragen an marion.wirthmiller@salzburg.gv.at 

 


Safe Space: Gemeinsam gegen Mobbing

Ein Projekt von Jugendlichen für Jugendliche

Safe Space ist ein neues Angebot für Mobbing-Betroffene von Jugendlichen für Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren, das sich aktuell in der Planung befindet. Interessierte treffen sich in Kleingruppen mit bis zu zehn Personen in der kija. Die Gruppe soll ein Ort sein, an dem jede*r so sein kann, wie er/sie ist, ohne verurteilt zu werden und einen sicheren Rahmen bieten, um über Erlebnisse zu sprechen und gemeinsam zu überlegen, was getan werden kann. 

Rückfragen und Kontakt bei Mickey unter 0690 10355998 beziehungsweise kija Mitarbeiterin Franziska Kinskofer unter 0664 6116638


Österreichweites & Internationales


Warum die Kindergartenmilliarde kein großer Wurf ist

Kinderrechtliche Verpflichtungen immer noch nicht erfüllt

Im Zuge der Verhandlungen zu einer neuen 15a-Vereinbarung über die Elementarpädagogik forderten die Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs den Bund in einem offenen Brief zu einer Verdoppelung der Investitionen in den Bundesländern auf. Mittlerweile wurde die Kindergartenmilliarde beschlossen. Was wie ein großer Wurf präsentiert wird, ist tatsächlich ein kleiner. Konkret werden jährlich 58 Millionen Euro mehr für die Kindergärten in die Hand genommen – also insgesamt fünf Jahre lang je 200 Millionen. Der Betrag wurde somit um ca. 40 % angehoben, von einer Verdoppelung sind wir weit entfernt. Im europäischen Vergleich investiert Österreich immer noch denkbar wenig in die Elementarpädagogik und liegt nur knapp vor dem Schlusslicht Irland. Daran wird auch die Kindergartenmilliarde nichts ändern. Bedenkt man, dass die Elementarbildung Kinder in einer ihrer sensibelsten Entwicklungsphase begleitet, in der ein stabiles Fundament für spätere Bildungseinrichtungen gelegt wird, dann kann man nur von einem Armutszeugnis sprechen.

Die Erhöhung reicht nicht dazu aus, um die brennenden strukturellen Probleme zu lösen, die wir schon seit Jahrzehnten gemeinsam mit (Elementar)Pädagog*innen, Trägerorganisationen, NGOs, Wissenschafter*innen und Eltern einfordern. Die besseren Rahmenbedingungen in der Elementarbildung werden weiterhin am Geld scheitern. Dazu zählen die Verbesserung der Fachkraft-Kind-Relation, also eine Verkleinerung der Gruppengrößen, ein Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab dem 1. Lebensjahr, echte Inklusion von Kindern mit Behinderungen ab dem 1. Lebensjahr oder eine Attraktivierung des Pädagog*innenberufes und eine neue Ausbildungsoffensive. Dabei wäre mehr Geld hier gut investiert!

Jeder in die Elementarbildung investierte Euro kommt zehnfach zurück

Wer in die Elementarbildung und damit in die Kinder investiert, gewinnt! Studien belegen, dass sich richtig eingesetzte Investitionen in der Elementarbildung für alle lohnen. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis liegt bei 1:9,6. Das bedeutet, dass jeder in unsere Kinder investierte Euro langfristig fast 10-fach zurückkommt!

Investitionen in die Elementarbildung wirken also nicht nur individuell - sie sind auch aus volkswirtschaftlicher Sicht von größtem Vorteil. Viel wichtiger jedoch ist: Kinder haben einen Grundrechtsanspruch auf bestmögliche Entwicklung und Entfaltung sowie auf Gleichbehandlung. Der Staat hat umgekehrt die Verpflichtung, stets die bestmöglichen Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten für alle Kinder in Österreich anzustreben und bei allen staatlichen Maßnahmen, die Kinder betreffen, das Kindeswohl vorrangig zu berücksichtigen. Kinder haben somit gemäß Artikel 3 und Artikel 18 der UN-Kinderrechtskonvention das Recht auf bestmögliche Kinderbetreuung!

Diese kinderrechtlichen Verpflichtungen werden aus Sicht der Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs immer noch nicht erfüllt. Wir wünschen uns mehr Mut und einen tatsächlich großen Wurf in der Elementarpädagogik!


Im Gespräch mit Bundesminister Rauch

In einem sehr wertschätzenden Gespräch mit Bundesminister Rauch wurden wichtige kinderrechtliche Anliegen deponiert. Die Vertreter*innen der Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs brachten folgende zentralen Themen mit konkreten Vorschlägen ein: die Beendigung der Kinderarmut und die Sicherstellung einer qualitativen Gesundheitsversorgung und Vorsorge im umfassenden Sinn, die sowohl das körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden umfasst. Gerade im Hinblick auf die Pandemiefolgen ist die psychosoziale und psychotherapeutische Versorgung für Kinder und Jugendliche dringend zu verbessern. Ebenso gilt es, Kinder und Jugendliche bei der Ausgestaltung künftiger Covid Maßnahmen einzubinden.


Kind ist Kind

kija Salzburg ist Teil der AG Kinderflüchtlinge

Fluchtwaisen brauchen Hilfe. Deshalb sind wir Teil der AG Kinderflüchtlinge, welche fordert, dass Fluchtwaisen ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend denselben Schutz und dieselbe Hilfe bekommen wie alle anderen Kinder, die nicht bei ihren Eltern leben können. Für die Betreuung von Kinderflüchtlingen stellt die Republik weit weniger Ressourcen zur Verfügung als für andere Kinder, die nicht bei ihren Eltern sein können.


Dabei brauchen Fluchtwaisen in den Einrichtungen, in denen sie betreut werden all das, was österreichische Kinder auch brauchen. Auch sie müssen auf das Erwachsenenleben vorbereitet und begleitet werden. Gerade jetzt, wo tausende Kinder aus der Ukraine flüchten müssen, ist eine kindgerechte Aufnahme (inkl. Regelung der Obsorge), Betreuung und Bildung für diese Fluchtwaisen einmal mehr essenziell. Dazu wollen auch wir unseren Beitrag leisten. Weitere Infos unter https://www.asyl.at/de/kindistkind/

 


Tagung: Das Wohl der Kinder und ihre Interessen

Am Dienstag, den 28. Juni, lädt das Österreichische Institut für Menschenrechte der Paris Lodron Universität Salzburg zu einer Tagung mit dem Titel „Das Wohl der Kinder und ihre Interessen“ ein. Zu den Vortragenden zählen Irmgard Griss, Vorsitzende der Kindeswohlkommission, Peter Barth, Bundesministerium für Justiz, Sektionsleiter der Familienrechtsabteilung und Helmut Sax, Leiter der Abteilung Kinderrechte des Ludwig Boltzmann Instituts für Grund- und Menschenrechte. Die kija ist mit Andrea Holz-Dahrenstaedt vertreten, die einen Vortrag zum Thema "Kinderrechte in der Krise" halten wird. Nach den Vorträgen bleibt Zeit für Fragen und Diskussion. Die Teilnahme ist kostenlos.

Anmeldung unter menschenrechte(at)plus.ac.at erforderlich. Weitere Infos unter: https://www.plus.ac.at/news/das-wohl-der-kinder-und-ihre-interessen/?pg=73444

 


Tipps


Online Vortragsreihe "Mittagspause"

18 Expert*innen beleuchten die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Kinder und Jugendliche

Wie ging es Kindern und Jugendlichen in der Corona Pandemie? Mit diesem Thema setzt sich die Online-Vortragsreihe „Mittagspause“ des Netzwerk Kinderrechte Österreich auseinander, die am 09. Mai 2022 um Punkt 12:00 startete. In neun Online-Vorträgen beleuchten 18 Expert*innen jeweils eine Stunde lang die Situation der 0-18-jährigen Kinder und Jugendlichen in Österreich. Den Abschluss bildet eine Einschätzung der Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs, welche von Andrea Holz-Dahrenstaedt präsentiert wird. Nächster Termin: Montag, 2. Juni 2022, 12.00 – 13.00 Uhr. Nach Anmeldung unter anmeldung@kinderhabenrechte.at wird ein ZOOM-Link verschickt. Die Vorträge können auf YouTube nachgehört werden.

 "Lockdown Generation - Kinder und Jugendliche als vernachlässigte Gruppe in Zeiten der Pandemie"
Mag.a Maria Lettner, Referentin für Kinder- und Jugendpolitik der Bundesjugendvertretung


Sozialpädagogischer Fachtag Uni Klagenfurt

De- und Re-Institutionalisierung in sozialpädagogischen Handlungsfeldern

Am 24. Juni 2022 findet an der Universität Klagenfurt wieder der Sozialpädagogische Fachtag statt, der sich mit Fragen der De- und Re-Institutionalisierung in unterschiedlichen sozialpädagogischen Handlungsfeldern befasst. Organisiert wird die Veranstaltung vom Arbeitsbereich Sozialpädagogik und Inklusionsforschung (Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung), dem BMKz (Selbstbestimmt-Leben-Initiative Kärnten) sowie dem Kärntner Monitoringausschuss.

Zu den Vortragenden zählen u. a. Rafael Blaschun, Hubert Raunjak, Daniel Voith, Nicole Goritschnig und Fabienne Pirker sowie von Petra Flieger, Marc Diebäcker und Volker Schönwiese.

Anmeldung bis zum 3. Juni 2022 bei Renate Bojanov: renate.bojanov(at)aau.at


Laufende Infos rund um die kija Salzburg findet ihr auf www.kija-sbg.at, unter www.facebook.com/kijasalzburg oder auf Instagram. Und folgt uns auch auf TikTok @kija.salzburg oder Snapchat @kija_salzburg

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