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Zu wahr, um schön zu sein

Am 17. Jahrestag der Unterzeichnung der UN-Kinderrechtskonvention durch die Republik Österreich betont die Kinder- und Jugendanwaltschaft Salzburg einmal mehr, dass Kinder nicht nur Pflichten, sondern auch Rechte haben.

Anlässlich des Jahrestages der Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention (20. November 1989) präsentiert die Kinder- und Jugendanwaltschaft (kija) Salzburg den "Kinderrechtekoffer". Er soll mithelfen, das Wissen über die Rechte der Kinder im schulischen Alltag intensiver zu verankern und LehrerInnen wie SchülerInnen an die Wichtigkeit und Ernsthaftigkeit des Themas heranführen. 

Missachtung der Kinderrechte in Salzburg

Aufgabe und Anliegen der kija Salzburg ist und war es immer, darauf aufmerksam zu machen, dass die Rechte der Kinder vermittelt und eingehalten werden. Auch wenn viele Erwachsene davon sprechen, dass es den Kindern in Österreich ohnehin (viel zu) gut gehe und sie doch besser an ihre Pflichten, als an ihre Rechte erinnert werden sollten, stellt sich in der täglichen Arbeit der kija Salzburg ein anderes Bild dar. "Die kija Salzburg wird permanent mit Einzelschicksalen und Situationen konfrontiert, die zeigen, dass die Kinderrechte oft missachtet oder mangelhaft umgesetzt werden", betont die Salzburger Kinder- und Jugendanwältin Andrea Holz-Dahrenstaedt. 

Kinderrechtsverletzung Armut

Als Beispiele nennt sie u .a. die akute Armut, von der alleine im Bundesland Salzburg rund 9.000 Kinder (unter 15 Jahren) betroffen und dadurch benachteiligt sind. Darüber hinaus, so Holz-Dahrenstaedt, sei das Recht auf Integration behinderter Kinder, aufgrund unzureichender Ressourcen, nach wie vor ungenügend verwirklicht. Auch die wachsende Zahl von Kindern getrennter Eltern ohne ausreichende Unterstützung durch Besuchsbegleitung oder Kinderbeistand steigt ständig. "Besonders Besorgnis erregend", weiß die Kinder- und Jugendanwältin zu berichten, "sind derzeit auch konkrete Fälle von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, die in Salzburg in Schubhaft sitzen." Der Einsatz für die Kinderrechte verlangt ein Engagement auf mehreren Ebenen: zum einen gilt es aktiv und intensiv Beratung, Information und Schulungen anzubieten, der Kinderrechtekoffer ist dafür ein sehr gutes Beispiel, andererseits müssen seitens der Politik Rahmenbedingungen geschaffen werden. "Ein wichtiger Schritt wäre dabei etwa die Aufnahme der UN-Konvention in die österreichische Bundesverfassung", so die Kinder- und Jugendanwältin.

Alles was Recht ist - steckt in einem Koffer!

Die über einen Zeitraum von zwei Jahren entwickelte und zusammengetragene Materialiensammlung, die von der kija Salzburg jetzt als "Kinderrechte-Koffer" Schulen und Institutionen zur Verfügung gestellt wird, soll LehrerInnen und PädagogInnen in ihrer Arbeit unterstützen und einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Kinderrechte in Salzburg leisten. Der Inhalt des Koffers reicht von informativen Broschüren und Heften, über CDs und DVDs bis hin zu Kinderrechtekarten und Unterlagen, die einen spielerischen Zugang zum Thema Kinderrechte ermöglichen. "Die Schule ist ein idealer Ort, wo viele unterschiedliche Kinder erreicht werden können. Der Kinderrechtekoffer kann und soll dazu beitragen, dass sich niemand dem Thema verschließt. Wer seine eigenen Rechte kennt und weiß, was Fairness bedeutet, ist auch bereit, die Rechte anderer zu achten und zu fördern", so Marion Wirthmiller, diplomierte Sozialarbeiterin in der kija Salzburg und verantwortlich für Inhalt und Gestaltung des Kinderrechtekoffers.

Quellenangabe und Statistik:

Online Magazin der Katholischen Männerbewegung der Diözese St. Pölten

Österreichische Armutskonferenz

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