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Mobbing an Schulen - Lücke muss gefüllt werden

Am Dienstag den 05. Juni 2012 war die kija Salzburg bei Landesshauptfrau Gabi Burgstaller zu Gast. Inhaltlich ging es um die Absicherung der von der kija Salzburg geleisteten Anti-Mobbing-Arbeit mit betroffenen SchülerInnen.

Andrea Holz-Dahrenstaedt, Alexander Müller und Theresa Pflugbeil (alle kija Salzburg) übergeben die gesammelten Unterschriften an Landeshauptfrau Gabi Burgstaller.

Bild: Kinder- und Jugendanwältin Andrea Holz-Dahrenstaedt übergibt Landeshauptfrau Gabi Burgstaller 1.409 Unterschriften für mehr Schutz vor Mobbing an den Schulen.

Im Netzwerk aus BeratungslehrerInnen, Schulpsychologie und Eltern nimmt die kija Salzburg gerade deshalb eine Schlüsselrolle ein, weil sie NICHT Teil des Systems Schule ist und als unabhängige Einrichtung von allen Playern als professionelle Instanz angenommen werden kann. "Oft geht es in einem ersten Schritt darum, die angestauten Aggressionen und Vorbehalte der verschiedenen AkteurInnen abzufangen. Erst dann kann man anfangen, konstruktiv mit allen Beteiligten an der Lösung des Mobbingproblems zu arbeiten", berichtet kija-Sozialpädagoge Alexander Müller aus der Praxis.

Ansprechpartner für die, die niemanden haben

Alexander Müller ist in der kija Salzburg Ansprechpartner bei Mobbingfällen. Im Wintersemester 2011/12 betreute die kija Salzburg 58 Betroffene – aus allen Schultypen und jeder Region. Kontinuierliches Arbeiten ist das Um und Auf bei Mobbing, auf der einen Seite müssen die Betroffenen gestärkt und gestützt, auf der anderen Seite das System (Schule/Klasse) sensibilisiert werden. "Die kinderanwaltliche Begleitung soll vor allem den SchülerInnen helfen, die sich bisher noch nicht getraut haben, mit ihrem Problem Hilfe zu suchen", betont Kinder- und Jugendanwältin Andrea Holz-Dahrenstaedt und bezieht sich dabei auf die Münchner Mobbingexpertin Mechthild Schäfer, die davon ausgeht, dass 30 Prozent aller SchülerInnen einmal zum "Opfern" werden und 44 Prozent davon mit niemandem über ihr Problem reden können.

Entscheidung in Aussicht gestellt

Die Forderungen der kija Salzburg nach mehr Hilfe für Betroffene stößt auf breite Zustimmung, in Fachkreisen wurden 1.409 Unterschriften gesammelt und an die Landeshauptfrau übergeben - denn Handlungsbedarf ist gegeben: Damit die Leistungen der kija Salzburg in diesem Bereich 2013 nicht eingestellt werden müssen, braucht es dringend finanzielle Unterstützung. Von Seiten der Landeshauptfrau werden nun Status Quo und Bedarf geprüft, sollte sich dabei die von der kija Salzburg aufgezeigte Lücke bestätigen, wurde eine Entscheidung im Herbst in Aussicht gestellt.

Bilder:

Mobbing01: Kinder- und Jugendanwältin Andrea Holz-Dahrenstaedt übergibt Landeshauptfrau Gabi Burgstaller 1.409 Unterschriften für mehr Schutz vor Mobbing an den Schulen.

Mobbing02: Landeshauptfrau Gabi Burgstaller, Kinder- und Jugendanwältin Andrea Holz-Dahrensteadt und Bildungsreferentin Dagmar Karl über dem Konzept der kija Salzburg zu mehr Schutz vor Gewalt an Schulen.

Mobbing03: Alexander Müller und Theresa Pflugbeil (beide kija Salzburg) Lesen im Dialog einen konkreten Mobbingfall zur Veranschaulichung vor.

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