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kija Salzburg erreicht im Tennengau über 6.000 Kinder

"Wir brauchen eine Gewalt- & Mobbing Präventionsstelle!"

Bilderwettbewerb-Teilnehmerin Vanessa Riepler mit Kinder- und Jugendanwältin Andrea Holz-Dahrenstaedt.

Bild: Bilderwettbewerb-Teilnehmerin Vanessa Riepler mit Kinder- und Jugendanwältin Andrea Holz-Dahrenstaedt.

Was die Tennengauer Kinder und Jugendlichen brauchen, das wissen sie selbst ganz genau: "Weniger Strafen und Beschränkungen, mehr Freizeit und Spaß, eine Kletterwand, mehr Informationen, ein Jugendzentrum, eine kija im Tennegau, LehrerInnen ohne Vorurteile und … keine Gewalt!"

So unterschiedlich und vielfältig diese Wünsche auch sind, sie alle beziehen sich auf die Kinderrechte! Von Mitte Oktober bis Anfang Dezember tourte die Kinder- und Jugendanwaltschaft (kija) Salzburg mit ihrem mobilen Beratungsbus durch alle Gemeinden des Tennengaus, um das Wissen über die Rechte der Kinder allerorts zu verankern.

Kinderrechte großflächig verankern

Mit einem vielfältigen Programm hat die kija Salzburg insgesamt 6.323 Kinder und Jugendliche erreicht. Allein das Kinderrechte-Musical wurde im Halleiner Stadtkino von über 1.000 Kindern besucht und begeistert aufgenommen. Die Kinderrechte-Workshops, die in allen Schulklassen und Schulstufen stattfanden, informierten die Kinder über ihre grundlegenden Rechte, für detailliertere Fragen und Informationen gab es die Möglichkeit, zu einer Beratung ins kija-Mobil zu kommen. Dort nahmen rund 220 Kinder das Angebot an, ihre Meinung zu den Kinderrechten, ihre Problemen und Sorgen und ihre Anregungen per Fragebogen kundzutun. Bei einer ersten Bilanz, die am Mittwoch dem 03. Dezember im Halleiner Hilfswerk gezogen wurde, kamen die Ergebnisse dieser Befragung erstmals auf den Tisch, und sie sprachen für sich:

Respekt zählt

70,4 Prozent der befragten Kinder gaben an, dass Erwachsene ihrer Meinung nach die Kinderrechte nicht respektieren würden und 61,2 Prozent, dass sie bei wichtigen Angelegenheiten in ihrem Ort nichts mitzureden hätten. Drei von vier Kindern waren in irgendeiner Form schon mit Gewalt konfrontiert und knapp 60 Prozent der Kinder und Jugendlichen kennen in ihrem Bezirk keine Anlaufstelle, an die sie sich mit ihren Problemen wenden können. 34,3 Prozent der Befragten wünschen sich eine Stelle gegen Gewalt und 22,4 Prozent eine kija für den Tennengau. 67 Prozent der Kinder und Jugendlichen meinten, dass Kinder generell besser geschützt werden müssen!

Akuter Handlungsbedaf

Den Anwesenden beim Abschlussgespräch jedenfalls war klar, dass beim Thema Gewalt akuter Handlungsbedarf besteht, denn der Hut brennt. Im Rahmen von "kija on tour" konnten erste Schritte gesetzt werden:

  • Die Fortbildung zur Gewaltprävention von dem Experten Frank Robertz stieß bei den Tennengauer LehrerInnen auf Anklang. Die Idee, Krisenteams in die Schulen zu bringen, die präventive Arbeit leisten und mit Wissen und Know-how für den Ernstfall gerüstet sind, fiel auf fruchtbaren Boden, denn in vielen Schulen im Tennengau fehlt es an SchulpsychologInnen, BeratungslehrerInnen und SchulsozialarbeiterInnen.
  • Auch das Theaterstück "Das hässliche Entlein" der Gruppe "SOWIESO" arbeitet in diese Richtung. Es vermittelt Kindergartenkindern, dass Ausgrenzung nie der richtige Weg ist. Die Fortbildung zu diesem Thema, welche die kija Salzburg gemeinsam mit dem Zentrum für Kindergartenpädagogik für MultiplikatorInnen anbietet, bestärkt die TeilnehmerInnen darin, Kindern das Prinzip des solidarischen Handelns anstelle des Konkurrenzkampfes zu vermitteln.

Doch damit ist es nicht genug: "Viel mehr bedarf es zusätzlich zum Ausbau der schulischen Ressourcen auch außerschulischer Maßnahmen im Bereich der Gewaltprävention", stellt Kinder- und Jugendanwältin Andrea-Holz-Dahrenstaedt fest. "Konkret fordern wir die Initiierung einer Gewalt- und Mobbingpräventionsstelle nach oberösterreichischem Vorbild, um nachhaltig an den Schulen und außerhalb kostenlose Projekte durchführen zu können!"

Nicht zuletzt beschäftigte das Thema Gewalt und Mobbing auch die TeilnehmerInnen des Kinderrechte-Fotowettbewerbes. Sie setzten sich auf kreative Weise mit den Kinderrechten auseinander und beeindruckten mit ihren Arbeiten die Jury. Das Statement der GewinnerInnen ist ganz klar: "ALLE Kinder haben Rechte, und zwar nicht nur auf dem Papier!"

Bilder Regionalprojekt "kija on tour" und Bilderwettbewerb "Recht so!"

Video "kija on tour"

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