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Integration oder Exklusion behinderter Kinder?

Neuerlich drohen Stundenkürzungen für Zusatzlehrkräfte und damit ein weiterer Rückschritt bei den Integrationsbemühungen für behinderte Kinder.

Verkehrsschild mit einem Rollstuhlfahrer, der bergab fährt.

Bild (tristessedeluxe / flickr): Den Rechten behinderter Kinder droht die Demontage.

Mit der Unterzeichnung der UN-Kinderrechtskonvention hat sich Österreich seit 1989 verpflichtet, die aktive Teilnahme von Kindern in sämtlichen Lebensbereichen zu garantieren: Ob in der Erziehung, Gesundheit, Freizeit oder insbesondere und allen voran im (Aus-)Bildungsbereich. In einer weiteren UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung hat Österreich das Ziel einer nachhaltigen gesellschaftlichen Integration unter effektiver Partizipation der Betroffenen bekräftigt. Und seit 15.02.2011 ist immerhin als einer von acht Artikeln der Anspruch eines jeden behinderten Kindes auf besonderen Schutz und Fürsorge im Bundesverfassungsgesetz über die Rechte von Kindern festgeschrieben. Weiters ist die Gleichbehandlung von behinderten und nicht behinderten Kindern in allen Bereichen des täglichen Lebens zu gewährleisten. Das bedeutet, dass Kinder mit besonderen Bedürfnissen zur Wahrung der Chancengerechtigkeit das Recht auf besondere Förderung haben. 

So weit der schöne gesetzliche Rahmen. Die Realität ist eine andere: Vom Bekenntnis zur umfassenden Inklusion beginnt man sich die letzten Jahre unter dem Spardruck der öffentlichen Haushalte sukzessive zu verabschieden bzw. den "Schwarzen Peter" zwischen Bund und Ländern hin und herzuschieben. Seit Jahren warnt die kija Salzburg vor einer negativen Entwicklung. Kein Jahr vergeht ohne neuerliche Einsparungsmaßnahmen. Eltern geraten in die Situation von BittstellerInnen, Schulen kämpfen um Ressourcen und bauliche Maßnahmen zur Barrierefreiheit, bei PädagogInnen mehren sich burn-out Erkrankungen und für Kinder bedeutet es eine erhebliche Verschlechterung von Bildungs-, Entwicklungs- und Lebenschancen.

Einerseits "Masterpläne" zur Verbesserung o. g. Ziele zu erstellen, andererseits Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf Ressourcen wegzunehmen, ist kontraproduktiv, demotivierend, vor allem aber eine Ungleichbehandlung und unverantwortlich. Die kija Salzburg ersucht daher nachdrücklich, eine kinderrechts- und verfassungskonforme Integration im Regelschulsystem mit bestmöglicher Förderung und Betreuung sicherzustellen.

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