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Institutionalisiertes Trinkgelage

Die Kinder- und Jugendanwaltschaft (kija) Salzburg fordert VeranstalterInnen von Maturareisen zu mehr Verantwortungsgefühl in Sachen Alkoholkonsum auf.

Eine Reihe an Flaschen mit hartem Alkohol.

Bild (Altmann / pixelio): Jugendliche dürfen nicht mit Werbung für billigen Alkohol geködert werden.

Die Matura ist für Jugendliche ein wichtiger Schritt in die Selbstständigkeit. Der Einstieg in Berufsleben oder Studium sollte den SchulabgängerInnen möglichst gut gelingen. Der Abschluss dieses Lebensabschnitts soll und kann daher auch gebührend gefeiert werden. Manche AnbieterInnen von Maturareisen haben nach Ansicht der kija Salzburg jedoch eine negative Vorbildwirkung. Erholung und Feiern sind sehr wichtig, doch eine Woche "institutionalisiertes Trinkgelage" sei bedenklich, gefährlich und unangebracht.

Alkohol zum Nulltarif

Bis zum 16. Lebensjahr ist den Jugendlichen das Trinken von Alkohol verboten und Abende voller Alkoholgenuss werden von den Medien (zu Recht) als großes Unrecht dargestellt. "Nur drei Jahre später wird den SchulabgängerInnen für eine oder sogar zwei Wochen der Konsum von (auch hochprozentigem) Alkohol kostenlos, in jeder beliebigen Menge und zu jeder Uhrzeit, als das tollste Erlebnis angepriesen. Für uns ein im höchsten Maß bedenkliches Angebot mit sehr fraglicher Vorbildfunktion", kritisiert die Salzburger Kinder- und Jugendanwältin Andrea Holz-Dahrenstaedt.

Sinkende Hemmschwelle

Die MaturantInnen, so Holz-Dahrenstaedt, werden durch den übermäßigen Genuss von Alkohol vielleicht auch fahrlässig und lassen sich zu verschiedenen Aktionen eher hinreißen, die sie in nüchternem Zustand nicht tun würden und deren Folgen sie ein Leben lang zu (er)tragen haben. Zudem besteht ein nicht unbeträchtliches Gesundheitsrisiko, da die Folgen des exzessiven Alkoholkonsums von den Jugendlichen nicht richtig eingeschätzt werden können.

Feiern ohne Komatrinken

Manche VeranstalterInnen, SponsorenInnen, UnterstützerInnen und Werbende zeigen nach Meinung von Holz-Dahrenstaedt zu wenig Verantwortungsbewusstsein und liefern keinen konstruktiven Beitrag dazu, jungen Menschen einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu vermitteln. Holz-Dahrenstaedt: "Die Gesellschaft sollte eine Vorbildfunktion einnehmen und auch Verantwortung übernehmen, um den Jugendlichen feiern ohne Komatrinken zu ermöglichen."

 

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