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Heimkinder & Akteneinsicht

Die Verabschiedung des neuen Bundes-Kinder- und Jugendhilfegesetzes hat eine Reihe an Gesetzesüberarbeitungen in den Bundesländern, inklusive des Jugendwohlfahrtsgesetzes, zur Folge. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um die Gesetze im Sinne der Transparenz und des Kindeswohls zu modernisieren.

Kinder- und Jugendanwältin Andrea Holz-Dahrenstaedt an ihrem Arbeitstisch.

Bild: Betroffene dürfen keine Hürden in den Weg gelegt bekommen, wenn sie Einblick in ihre Jugendamtsakte begehren.

Neben der Aufstockung der Ressourcen der Jugendwohlfahrt fordert die Kinder- und Jugendanwaltschaft (kija) Salzburg im Konkreten:

  • Umfassende Akteneinsicht für Betroffene in alle Jugendamtsakten. Ehemalige Heimkinder haben das Recht, über die Maßnahmen Bescheid zu wissen, die ihren Lebensweg maßgeblich beeinflussten.
  • Bundesweit einheitlich arbeitende Opferschutzkommissionen
  • Bundesweit einheitliche Richtlinien, was Entschädigungszahlungen betrifft
  • Ombudspersonen für fremduntergebrachte Kinder und Jugendliche in allen Bundesländern

Momentan sind die Strukturen so, dass Betroffene je nach Bundesland unterschiedlich behandelt werden. Viel zu oft werden ehemalige Heimkinder dazu gezwungen, erneut als BittstellerInnen bei den Behörden vorstellig zu werden. Sie werden zwischen den Ämtern im Kreis geschickt, etwa weil sie in verschiedenen Bundesländern untergebracht waren. Dabei wird ihrer Würde erneut verletzt.

Aber auch für Kinder- und Jugendliche, die heute außerhalb ihrer Familien großwerden, gibt es nach wie vor keinen einheitlichen Zugang zu einer externen Vertrauensperson.

Die kija Salzburg ist, was die genannten Forderungen angeht, mit Landesrat Walter Steidl im konstruktiven Dialog. Dem müssen jetzt freilich auch Taten folgen. Die Veränderung festgefahrener Strukturen erfordert Mut und Kraft. Die Verantwortung für Versäumnisse an einer einzelnen Partei bzw. einer einzelnen handelnden Person festzumachen – wie es in manchen missverständlichen Medienberichten geschehen ist - wäre zu kurz gegriffen.

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