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Gewaltschutz & Mitsprache zum Geburtstag!?

Seit 16. Februar 2011 sind sechs Artikel der UN-Kinderrechtskonvention Teil der österreichischen Bundesverfassung. Das Recht der Kinder und Jugendlichen auf Partizipation in allen sie betreffenden Belangen ist eines davon, ein anderes heißt Schutz vor Gewalt. Doch allzu genau nimmt man's mit den Verfassungsrechten nicht ...

Vollgeschriebene Tafel.

Bild (eSeL.at /flickr): Seit einem Jahr sind das Kinderrecht auf Schutz vor Gewalt und auf Mitbestimmung gemeinsam mit vier weiteren in der österreichischen Bundesverfassung verankert.

Nach wie vor gehört Gewalt für viele Kinder und Jugendliche zum Alltag, sowohl in der Familie als auch in der Schule, ihre Meinung hingegen fließt kaum in politische Entscheidungsprozesse ein. Die kija Salzburg nimmt den heutigen Jahrestag zum Anlass, um die Umsetzung der beiden genannten Rechte anhand des Beispiels "Schule" zu beleuchten.

Aus dem Blickwinkel der Kinder

Dass beim Thema Bildung in Österreich einiges im Argen liegt, darauf hat man sich mittlerweile geeinigt. Nur woran es liegt, daran scheiden sich die Geister. Warum fragt man eigentlich nicht die, die Tag für Tag erleben, was in der Schule gut läuft und was schief geht? Die KIJAs Österreich haben das Bildungsvolksbegehren in jugendgerechte Sprache übersetzt und es Kindern und Jugendlichen zur Diskussion vorgelegt. Dabei kam es zu einer ernsthaften und intensiven Auseinandersetzung mit den einzelnen Punkten. Insgesamt stimmten 582 Kinder und Jugendliche über die Forderungen des Bildungsvolksbegehrens ab. Die Ergebnisse zeigen einen dringenden Wunsch nach Wandel:

Diagramm 1: Braucht es mehr Förderung für Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache?

 

Diagramm 2: Sollen Lehrkräfte bestmöglich ausgewählt und ausgebildet werden?

Diagramm 3: Braucht es mehr Sozialarbeiter-Innen und PsychologInnen?

Diagramm 4: Sollen alle Kinder in der Schule gleich und fair behandelt werden?

Alle Ergebnisse zu den einzelnen Volksbegehrensforderungen können Sie hier einsehen!

Petition gegen Gewalt

Um die Verbesserung des "Arbeitsplatzes Schule" geht es der kija Salzburg auch bei ihrer Petition für das Recht auf Schutz vor Gewalt, dabei konzentrierte sie sich auf drei Forderungen, um Mobbing in den Schulklassen wirkungsvoll zu verhindern. Die kija Salzburg kritisiert, dass es zwar Mobbinganlaufstellen für ArbeitnehmerInnen gibt, nicht aber für SchülerInnen. Die Petition mit folgenden drei Forderungen wurde, ohne groß beworben zu werden, von insgesamt 1.154 Personen, darunter zahlreiche LehrerInnen, DirektorInnen, SchülerInnen und Eltern, aber auch PolitikerInnen, unterzeichnet. Offensichtlich rannte die kija Salzburg damit offene Türen ein. 264 Personen nutzten die Möglichkeit, die Petition online zu unterzeichnen.

1. Krisenteams und Schulsozialarbeit an jedem (größeren) Schulstandort, damit jede Schule selbst Gewaltprävention leisten kann.

2. Alle Kinder und Jugendlichen müssen eine kompetente Ansprechperson zum Thema Mobbing und Gewalt im schulischen und außerschulischen Bereich zur Verfügung haben.

3. Installierung einer neutralen, außerhalb der Schule stehenden, Mobbinganlaufstelle für Kinder und Jugendliche.

Die gesammelten Unterschriften wird die kija Salzburg bei den bevorstehenden Verhandlungen mit den politischen EntscheidungsträgerInnen als ein weiteres gewichtiges Argument einbringen.

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