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Ein Verständnis für Armut entwickeln mit dem „Spiel des Lebens“

Jedes fünfte Kind in Österreich lebt in Armut, die Pandemie verschärft die Situation dabei zusätzlich. Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit wirken sich massiv auf die Familieneinkommen und damit auf Kinderarmut aus. Deshalb ist es nun wichtiger denn je, einerseits konkrete Maßnahmen gegen Kinderarmut zu setzen und andererseits ein Verständnis für Armut zu fördern - gerade auch unter jungen Menschen.

Foto der Spielkarten

Das Spiel des Lebens mit Rollen- und Schicksalskarten und natürlich einem Joker

Armut kränkt, Armut macht krank, Armut wird aus Scham oft versteckt und ist meist auf den ersten Blick unsichtbar. Daher präsentiert die kija Salzburg zum Unsichtbarkeitstag am 11. April ihr neues „Spiel des Lebens“, das für das Thema Armut, aber auch für die Rechte von Kindern und Jugendlichen sensibilisieren soll. Denn: Alle Kinder haben das Recht auf Leistungen der sozialen Sicherheit, bestmögliche Förderung und Entwicklung, einen angemessenen Lebensstandard und das Recht auf Freizeit und Spiel. So ist es in zahlreichen Artikeln der UN-Kinderrechtskonvention festgehalten.

Für viele Kinder ist die Realität allerdings eine andere. Laut einer neuen Umfrage [1] des Radiosenders Ö3 befindet sich finanzielle Unsicherheit unter den Top 3 der Sorgen junger Menschen. Auch eine Umfrage [2] der Volkshilfe unter 100 Haushalten zeigt, dass Kinder von armutsbetroffenen Familien gerade besonders leiden und öfter mit Einsamkeit und Traurigkeit zu kämpfen haben.

Trotzdem wird Armut in unserer Gesellschaft tabuisiert, statt sie an den Wurzeln zu packen, wird die Verantwortung im politischen Diskurs oft auf die Betroffenen abgewälzt. Armut - das ist etwas, was den anderen passiert, die daran auch irgendwie „selbst Schuld“ sind. Kinder aus sozial benachteiligten Familien spüren diese Schuldzuweisungen und reagieren mit Scham.

Mit dem „Spiel des Lebens“ will die kija aufzeigen, dass Armut jede*n treffen kann und oft von äußeren Ereignissen und Schicksalsschlägen abhängt. Wie kija-Mitarbeiterin und Spielentwicklerin Barbara Erblehner-Swann erklärt: „Das Rollenspiel ist ein interaktiver Einstieg zum Thema Armut. Es ermöglicht Jugendlichen und Erwachsenen, ein Verständnis für Armut, unterschiedliche Lebensbedingungen, Ungleichheiten und Diskriminierung zu entwickeln. Mit Schicksalskarten erleben die Teilnehmer*innen einen Perspektivenwechsel, sowie welche Faktoren sich als hemmend oder förderlich erweisen.“

Die kija Salzburg will mit diesem Spiel gegen die Stigmatisierung von Armut ankämpfen. „Wir werden uns außerdem weiterhin dafür einsetzen, dass Wohnraum für Familien leistbar ist, dass es ausreichend Startwohnungen für junge Menschen gibt, dass der Bedarf von Kindern konkret und nach Alter gestaffelt ermittelt wird und dass die Richtsätze der Sozialhilfe entsprechend angehoben werden! Denn die Kinderrechte sind in erster Linie ein Auftrag an die Politik für entsprechende Rahmenbedingungen zu sorgen“, so Andrea Holz-Dahrenstaedt, Kinder- und Jugendanwältin des Landes Salzburg.

Das „Spiel des Lebens“ richtet sich an junge Menschen ab 14 Jahren und besteht aus Rollenkarten, Schicksalskarten & Jokern. Es kann für die Arbeit mit Gruppen kostenlos bestellt werden unter:
kija(at)salzburg.gv.at

Auch das Spiel „Achtung, Pechschlange!“, das 2019 für Kinder ab sechs Jahren entwickelt wurde, kann über die selbe E-Mail-Adresse kostenlos bestellt werden.
 

Rückfragehinweis:

Barbara Erblehner-Swann
kija-Mitarbeiterin & Spielentwicklerin
mail: barbara.erblehner(at)salzburg.gv.at
tel: 0043 664 8565661

Joanna Wiseman
Öffentlichkeitsarbeit
mail: joanna.wiseman@salzburg.gv.at
tel: 0043 664 8284285

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