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Kinderrechtspreis 2022 für JoJo und die MS Wals-Siezenheim

Die MS Wals und der Verein „JoJo - für psychisch belastete Familien“ sind die Gewinner des 9. Salzburger Kinderrechtspreises 2022, der am Donnerstag, 17. November 2022, im Salzburger ORF-Landesstudio verliehen wurde.

© akzente Salzburg

Mit dem Preis zeichnen die Kinder- und Jugendanwaltschaft Salzburg, der Verein Spektrum und akzente Salzburg alle zwei Jahre Projekte von Kindern, Jugendlichen, Institutionen und Vereinen aus, die sich für die Umsetzung der Kinderrechte stark machen. Dieses Jahr wurde mit dem Janusz Korczak Award auch ein Sonderpreis an Jugendliche vergeben, die in sozialpädagogischen Einrichtungen aufwachsen.

Der Verein JoJo wurde in der Kategorie „Institutionen und Vereine“ für das Projekt „Gestärkt ins Leben – Naturwissenschaft trifft Psyche“ mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Dabei werden Kinder durch naturwissenschaftliche Experimente an Themen wie Selbstwirksamkeit, Selbstvertrauen und Zuversicht spielerisch herangeführt. Die MS Wals-Siezenheim holte sich den Sieg in der Kategorie „Kinder, Jugendliche & Schulklassen“ mit einem Stop-Motion-Film über Kinderrechte und einem Animationsfilm über Kinderrechte in Madagaskar. Dieses Filmprojekt wurde im Religionsunterricht der Klasse 4c umgesetzt.  

Sechs weitere Projekte begeisterten die Jury  

Neben den beiden Gewinner:innen hat eine aus Kindern und Erwachsenen bestehende Jury weitere sechs Projekte für den Kinderrechtspreis ausgewählt. In der Kategorie „Institutionen und Vereine“ gab es Auszeichnungen für das gruppenpädagogische Angebot zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen nach der Trennung der Eltern von Rainbows Salzburg (2. Platz), die Ambulanz für Lernstörungen von Pro Mente Salzburg, die Diagnostik von Lernstörungen und individuelle Lerntherapie anbietet (3. Platz), und für das Projekt „Fit für die Schule“. Dabei unterstützt das Team Vielfalt der Stadt Salzburg Kindergartenkinder, gut in die Schule starten zu können (4. Platz).

In der Kategorie „Kinder, Jugendliche & Schulklassen“ wurden vor den Vorhang geholt: ein Diplomprojekt von vier Jugendlichen der HTBLuVA Salzburg zur Aufklärung über sexuelle Übergriffe und deren psychische Folgen (2. Platz), eine Ausstellung zum Thema Kinderrechte am Elternsprechtag der MS Moßhammer in Bischofshofen (3. Platz) sowie das „Sonnenspielprojekt“ der Fachschule für Sozialberufe der Caritas Salzburg, bei dem Spiele für die Kinder und Jugendlichen des Nachsorgezentrums Sonneninsel in Seekirchen gesammelt wurden. Das Recht auf Spiel und Freizeit stand dabei im Fokus des Projekts (4. Platz). Über einen Anerkennungspreis für 44 Jahre im Schuldienst und ihre Tätigkeit als fachlich ausgezeichnete und engagierte Beratungslehrerin durfte sich Daniela Klausner-Stepan freuen. 

Janusz Korczak Award für Mut zu positiver Veränderung

Erstmals wurde in Salzburg der Janusz Korczak Award verliehen, der für den Mut zu positiver Veränderung steht. Mit einem „Janusz“ zeichnet die Österreichische Janusz Korczak Gesellschaft Jugendliche in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe aus, die ihre persönlichen Herausforderungen mit Bravour gemeistert haben.  Fünf solcher Auszeichnungen gingen an Jugendliche in Salzburg. Benannt ist der Award nach dem polnischen Arzt, Pädagogen und Schriftsteller Janusz Korczak, der sich insbesonders für Kinder und deren Rechte engagierte.  

Motto des Kinderrechtspreises 2022: Gestärkt aus der Krise

Bereits zum neunten Mal wurde heuer der Kinderrechtspreis vergeben. „Mit der diesjährigen Auszeichnung wollen wir zum 30-Jahre-Jubiläum der Kinderrechtskonvention in Österreich das Engagement der vielen Organisationen, Erwachsenen und jungen Menschen belohnen, die mit ihren Projekten Kinder und Jugendliche dabei unterstützen, gestärkt statt mutlos aus der Krise hervorzugehen“, bringt Kinder- und Jugendanwältin Andrea Holz-Dahrenstaedt die Intention der Veranstalter auf den Punkt.

Politik ist sich einig: Kinder ernst nehmen und ihre Rechte sicherstellen

Dass Kinder in unserer Gesellschaft mehr Platz und mehr Rechte haben, ist für Landeshauptmann-Stellvertreterin Martina Berthold, die in der Salzburger Landesregierung für Soziales ressortzuständig ist, ein großes Anliegen. „Es ist wichtig, dass wir Erwachsenen Kinder ernst nehmen und es ihnen ermöglichen, dass sie sich voll entfalten können“, so Berthold. Auch Jugend- und Familienlandesrätin Andrea Klambauer sieht das so: „Die Rechte der Kinder sind die Basis, damit sich Kinder in unserer Gesellschaft gut entwickeln können. Es liegt an uns Erwachsenen, diese Rechte sicherzustellen.“

Auch für Sozial-Stadträtin Anja Hagenauer sind die Erwachsenen in der Pflicht, die Kinderrechte zu wahren. „Daran arbeiten wir in der Stadt mit viel Energie, gemeinsam mit Institutionen wie der Kinder- und Jugendanwaltschaft, aber vor allem mit den Menschen in ihrem täglichen Leben. Denn wir wollen niemanden zurücklassen und aus Salzburg eine #gewaltfreiestadt für alle Kinder und Jugendlichen machen!“

Junges Moderatorenteam sorgte für tolle Stimmung  

Die rund 150 Gäste und Preisträger:innen erlebten auch heuer wieder eine kurzweilige Veranstaltung, die ganz in Kinderhänden lag. Ein Moderatorenteam aus sieben Mädchen und einem Burschen im Alter von neun bis 13 Jahren führte mit Esprit durch das Programm, präsentierte die ausgezeichneten Projekte und holte Gäste aus Politik und aus der Riege der unterstützenden Sponsoren zu einem Kinderrechte-Spiel auf die Bühne. Junge Showtalente sorgten für musikalische Unterhaltung, darunter Felix Hehenberger und Alexander Feldinger, die mit ihrem Song „The nature is in danger“ bereits das Publikum beim Kinder- und Jugendrechte Song Contest begeisterten. 

Unterstützt und gefördert wurde die diesjährige Preisvergabe von insgesamt 6.000 Eurovon Stadt und Land Salzburg, AK Salzburg, Europark, Salzburg AG, Salzburger Sparkasse, Sozialministeriumservice und Wirtschaftskammer Salzburg.

Presse Rückfragen und Kontakt:

Kinder- und Jugendanwaltschaft Salzburg
Sabine Krenslehner
Fasaneriestraße 35
5020 Salzburg
0662/8042-3231, 0664 4139528
sabine.krenslehner@salzburg.gv.at

 

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