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Kinder brauchen Platz

In diesem Leserbrief macht sich Andrea Holz-Dahrenstaedt anlässlich der Schließung der BMX-Strecke in der Josefiau / Stadt Salzburg dafür stark, dass Kinder und Jugendliche Platz brauchen und ihre Bedürfnisse in städteplanerische Entscheidungen einfließen müssen. Nur so kann ihr Recht auf Freizeit und Spiel sowie ihr Recht auf bestmögliche Entwicklung und Entfaltung gewahrt werden!

Bild: Michael Wagner - krone.at

Kinder haben Rechte, und das seit mittlerweile 30 Jahren. Dazu zählen das Recht auf Freizeit und Spiel und das Recht auf bestmögliche Entwicklung und Entfaltung.

Die Realität ist leider eine andere: Naturnahe Frei- und Spielräume werden immer weniger, täglich wird viel zu viel Fläche asphaltiert, zubetoniert und versiegelt und fällt Verkehr-, Wirtschafts- oder Tourismusinteressen zum Opfer, Jugendliche müssen oftmals als „Störfaktor“ weichen. Andere Interessen haben offensichtlich Vorrang, wie auch aktuell - wenn auch aus unterschiedlichen Gründen – der geplante Bau der Mönchsberggarage oder die Schließung der BMX-Strecken für Kinder und Jugendliche zeigen.

Damit kein Missverständnis entsteht: Es sollen keineswegs Naturschutz- gegen Kinderinteressen „ausgespielt“ werden, denn eine intakte Umwelt liegt im Wohl aller und ist eine der wichtigsten Lebensgrundlagen unserer Kinder und Kindeskinder! ABER: Die Interessen der jungen Generation müssen in alle Entscheidungen einfließen, auch in städteplanerische. Seit über zehn Jahren steht sogar in Verfassungsrang, dass Kinder in allen Angelegenheiten, die sie betreffen, zu beteiligen sind und das Kindeswohlbei ALLEN Maßnahmen vorrangig zu berücksichtigen ist. Eine verpflichtende Stellungnahme der Kinder- und Jugendanwaltschaft sollte daher in städteplanerischen Entscheidungen, die Kinder betreffen, dringend eingeholt werden müssen.

Wenn trotz sorgfältiger Abwägung eine Entscheidung entgegen den Interessen junger Menschen getroffen wird, sollten diesen entsprechende Ersatzleistungen zur Verfügung gestellt werden – in diesem Fall alternative Flächen. Denn Bewegung und freies Spiel mit Gleichaltrigen ist für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen essenziell, und dafür brauchen sie Platz. Es liegt an uns Erwachsenen / den politischen Entscheidungsträger:innen, Kindern zu ihren Rechten zu verhelfen.

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