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kija Salzburg veröffentlicht Tätigkeitsbericht

Auf 73 Seiten finden Sie alle Aktivitäten, die die kija Salzburg in den vergangenen zwei Jahren gesetzt hat, um die kinderrechtliche Situation in Salzburg und darüber hinaus zu verbessern.

Bild: Kinder- und Jugendanwältin Andrea Holz-Dahrenstaedt, Öffentlichkeitsarbeiterin Veronika Weis und Lehrling Isabella Kurej freuen sich über den kija-Tätigkeitsbericht 2016 - 2018.

Die Kinder- und Jugendanwaltschaft (kija) Salzburg präsentiert ihren Tätigkeitsbericht. Der aktuelle Bericht gibt auf 73 Seiten einen Überblick darüber, was die weisungsfreie Einrichtung des Landes Salzburg für junge Menschen bis 21 Jahre im Berichtszeitraum (2016 bis 2018) unternommen hat, um die kinderrechtliche Situation in Salzburg und darüber hinaus zu verbessern. Die vielfältigen Aktivitäten reichen von der Einzelfallhilfe über Workshops, von Kinderrechte-Filmtagen bis zu Fachtagungen oder Begutachtungen von Gesetzen.

Grundsäulen der Gleichstellung kamen ins Wanken

In den vergangenen zwei Jahren ging es eher um die Verteidigung der Grundfesten des Kinderschutzes, als dass viele neue Meilensteine gesetzt werden hätten können.

„Offen gesagt war der Gegenwind, den wir als Kinderrechtsorganisation vor allem auf Bundesebene spürten, zuletzt sehr stark“, äußert sich Salzburgs Kinder- und Jugendanwältin Andrea Holz-Dahrenstaedt besorgt. So wurde an den Säulen der Gleichstellung und Förderung benachteiligter Kinder gerüttelt:

  • Etwa durch die Abschaffung der Mindestsicherung, die armutsgefährdete Kinder besonders hart treffen wird,
  • oder den Wegfall der Bundeskompetenz in der Kinder- und Jugendhilfe.

„Durch die in Gesetze gegossene Ungleichbehandlungen von geflüchteten Kindern und Jugendlichen wurde es zunehmend schwierig, die Rechte dieser Kinder ausreichend zu schützen“, umreißt Holz-Dahrenstaedt die aktuellen Herausforderungen.

Rund 3.000 Beratungen jedes Jahr

Trotz der erschwerten Bedingungen gelang es der kija Salzburg im eigenen Bundesland einiges auf den Weg zu bringen:

  • In Kinderrechte-Workshops erreichten wir über 9.000 SchülerInnen.
  • Rund 3.000 Kinder und Jugendliche fanden bei den kija-BeraterInnen ein offenes Ohr, wobei Mobbing eines der „brennendsten“ Anliegen war und ist.
  • In Bischofshofen (St. Rupert) eröffnete das kija-Regionalbüro „Innergebirg“.
  • Die kinderanwaltliche Vertrauensperson für WG-Kinder ist mittlerweile in den mehr als 30 sozialpädagogischen Wohngemeinschaften gern gesehener Gast. Im Berichtszeitraum kam es zu 1.190 Kontakten.
  • Auch für Jugendliche in Haft ist der Zugang zur kija-Beraterin als externe Vertrauensperson gewährleistet.
  • Die kija-Mentoringprojekte MutMachen und open.heart konnten dank zusätzlicher Sponsorgelder weitergeführt werden.

Recht auf gewaltfreie Schule & Recht auf eine intakte Umwelt

Auch für das kommende bzw. laufende Jahr hat sich die kija Salzburg viel vorgenommen. Der Schwerpunkt „Schule“ wird fortgesetzt. Der Raum, in dem Kinder und Jugendliche so viel Zeit verbringen, soll 30 Jahre nach dem gesetzlichen Gewaltverbot zu einem Ort des gegenseitigen Respekts umgestaltet werden. Um dem Ziel näherzukommen, lud die kija Salzburg alle SystempartnerInnen zu einem Runden Tisch. Im Herbst 2019 folgt eine Fachtagung zum Thema (Cyber)Mobbing.

Und noch ein Jubiläum steht ins Haus. Vor 30 Jahren wurde die UN-Kinderrechtskonvention unterzeichnet. Anlässlich des Jubiläums und vor dem Hintergrund des Engagements einer weltweiten Jugendbewegung, die sich für den Erhalt und den Schutz unseres Lebensraums einsetzen, sehen die kijas es als Auftrag, auch auf struktureller Ebene ein Umdenken einzuleiten. So haben die kijas Österreich in ihrem aktuellen Bericht an die Vereinten Nationen empfohlen, die UN-Kinderrechtskonvention um das „Kinderrecht auf eine intakte Umwelt“ zu erweitern.

Empfehlungen für Salzburg

Der Tätigkeitsbericht wird der Salzburger Landeregierung bzw. dem Landtag vorgelegt. Darin finden sich zahlreiche Empfehlungen, welche kinderrechtlichen Maßnahmen noch dringend umzusetzen wären: Der Ausbau der Früher Hilfen oder der Unterstützungsangebote für Kinder psychisch kranker Eltern zählen ebenso dazu wie leistbarer Wohnraum oder die Verlängerung von Jugendhilfemaßnahmen für junge Erwachsene. Auch eine Mobbinganlaufstelle oder der Ausbau der kija-Regionalarbeit stehen – wie bereits im Regierungsprogramm angeführt - auf der Prioritätenliste.

Interessierte können den Bericht in der kija Salzburg bestellen oder auf der Homepage herunterladen.

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