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10. Kinderrechtspreis 2025 für Kindergarten Schleedorf, Team Vielfalt und Gerhard Hofbauer

Auszeichnung für insgesamt zehn Projekte / Sonderpreis „Janusz-Award“ vergeben

Tolle Stimmung herrschte bei der Verleihung des Kinderrechtspreises 2025 im ORF-Landesstudio. Zum Abschluss fanden sich alle gemeinsam auf der Bühne ein: Preisträger:innen, Moderator:innen, Showact-Musiker, Gäste und Sponsoren aus Politik und Wirtschaft sowie die Organisationsteams der Preisverleihung Fotos: Bengt Beier ©kija Salzburg

Der Kindergarten Schleedorf, das Team Vielfalt und Gerhard Hofbauer sind die Gewinner:innen des 10. Salzburger Kinderrechtspreis 2025.
Insgesamt wurden zehn herausragende Projekte, die Kinderrechte sichtbar machen und junge Stimmen stärken, ausgezeichnet. Unter dem Motto „Recht auf eine unbeschwerte Kindheit“ setzten Kinder und Jugendliche bei der Preisverleihung am 20. November 2025, im ORF-Landesstudio Salzburg ein starkes Zeichen für Mitbestimmung und Verantwortung.

Seit 20 Jahren zeigt der Salzburger Kinderrechtspreis, dass es Menschen braucht, die hinschauen, handeln und Verantwortung übernehmen. Mit dem Preis zeichnen die Kinder- und Jugendanwaltschaft Salzburg, der Verein Spektrum und akzente Salzburg alle zwei Jahre Projekte von Kindern, Jugendlichen, Institutionen und Vereinen aus, die sich für die Umsetzung der Kinderrechte stark machen. Auch in diesem Jahr wurde außerdem ein Sonderpreis, der „Janusz-Award“, vergeben der Jugendliche aus sozialpädagogischen Einrichtungen für ihren Mut und ihr Engagement auszeichnet.

Auch eine Kinderjury bewertete Projekte

Wie es sich für einen echten Kinderrechtspreis gehört, entschieden nicht nur Erwachsene: Auch eine Kinderjury – bestehend aus Teilnehmer:innen der Kinderstadt „Mini-Salzburg“ und der Kinderzeitung „Plaudertasche“ – bewertete und prämierte die Projekte. Damit wurde sichtbar, dass Mitbestimmung hier keine Floskel, sondern gelebte Praxis ist.

Die Sieger:innen des Kinderrechtspreises

Der Kindergarten Schleedorferhielt den ersten Preis in der Kategorie „Kinder, Jugendliche und Schulklassen“ für das Filmprojekt „WISSEN MACHT SELBSTBEWUSST“. Dabei haben sich die Kinder mit unterschiedlichen Medien auseinandergesetzt, wie sie funktionieren, was sie beabsichtigen und wie sie uns beeinflussen. Diese Erkenntnisse wurden in einen eigenen Film gepackt, der von den Kindern geplant und gedreht wurde. Unser Filmprojekt ist für uns richtig aufregend, weil wir dabei entdecken, wie Filme überhaupt entstehen, wie viel mit dem Computer gemacht wird und wie viel Spaß es macht, selbst Szenen auszuprobieren – vom Drehen in der Screenbox bis zu unseren eigenen kleinen Abenteuern.“, meinte Preisträgerin Katharina (6 Jahre) nach der Preisverleihung.

In der Kategorie „Institutionen und Vereine“ ging der erste Preis an das Team Vielfalt mit der „Zeitreiseküche“. Bei diesem Projekt verwandelt sich die Küche des Seniorenwohnhaus Lehen in einen Ort der Begegnung, bei dem Kinder, Jugendliche und Bewohner:innen des Hauses zusammentreffen, traditionelle Gerichte zubereitet werden und die jeweiligen (Lebens-)geschichten miteinander geteilt werden. „Mir hat es gefallen, dass wir mit älteren Menschen etwas machen konnten und nicht nur zu Hause sitzen mussten. Und dass wir den Preis gewonnen haben – einfach nur: WOW!“, erklärte Schülerin Chloe (11 Jahre.)


Gerhard Hofbauer erhielt in der Kategorie Einzelpersonen den ersten Platz. Sein Projekt „Die Kinderbrücke“ ist ein Musiktheater, das Kinder mit und ohne Fluchterfahrung zusammenbringt und die Themen Frieden, Sicherheit und Zusammenhalt bearbeitet.

„Janusz-Award“ für Mut zu positiver Veränderung

Ein besonderer Höhepunkt war erneut der „Janusz-Award“, der für den Mut zu positiver Veränderung steht. Mit einem „Janusz“ zeichnet die Österreichische Janusz Korczak Gesellschaft Kinder und Jugendliche in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe aus, die ihre persönlichen Herausforderungen mit Bravour gemeistert haben. Vier junge Menschen aus Salzburg erhielten heuer diese besondere Auszeichnung.

„Ich war sehr überrascht und habe mich richtig gefreut. Ich fühle mich geehrt und bin sehr dankbar und hätte mir nie gedacht, dass ich jemals für das, was ich alles geschafft habe, einen Preis bekomme,“ sagte Louisa (16), eine der Preisträgerinnen des „Janusz -Awards“ 2025. „Ich habe mich riesig über den Janusz-Award gefreut – gerade, weil seine Haltung Kindern gegenüber mich schon lange begleitet. Es ist eine große Ehre und zugleich eine Ermutigung, auf diesem Weg weiterzugehen,“ ergänzt Dominik (17), ebenfalls Preisträger des Janusz-Awards 2025.

Der Award ist nach dem polnischen Arzt, Pädagogen und Schriftsteller Janusz Korczak benannt, der sich mit großem Engagement für die Rechte von Kindern einsetzte und deren Wohlergehen zeitlebens in den Mittelpunkt stellte.

Ehrenpreis für Care Leaver – Kinderrechte enden nicht mit 18

Ein würdiger und bedeutender Moment bei der Verleihung war der heuer vergebene Ehrenpreis für den Care Leaver Verein Österreich. Auch er erhielt einen Ehren-Janusz-Award sowie einen Geldpreis. Mit diesem Sonderpreis wurde die wichtige Arbeit des Vereins gewürdigt. Der Verein begleitet junge Erwachsene, die in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe aufgewachsen sind, beim Übergang in die Selbstständigkeit und macht ihre Stimmen in der Gesellschaft hörbar.

Fellinger: Kinderrechte garantieren Schutz und Chancengleichheit

„Kinder leben in herausfordernden Zeiten – Kriege, Inflation, Fake News, Klimakrise. Umso wichtiger ist es, ihre Rechte zu stärken“, betonte Kinder- und Jugendanwältin Johanna Fellinger. Mit dem Motto „Recht auf eine unbeschwerte Kindheit“ wurde der Kinderrechtspreis 2025 bewusst unter eine positive Leitidee gestellt. „Kinderrechte geben Schutz, Chancengleichheit und stärken die Stimmen junger Menschen – sie sind ein Garant für eine unbeschwerte Kindheit“, so Fellinger.

Politik betont Stellenwert der Kinderrechte

Landesrat Wolfgang Fürweger zeigte sich von den prämierten Projekten beeindruckt und gratulierte den Preisträgern: „Die heute ausgezeichneten Initiativen geben Kindern eine Stimme, stärken sie und ihre Fähigkeiten. Die Leidenschaft, mit der hier ans Werk gegangen wird, schenkt Zuversicht und Optimismus für ihre und unsere Zukunft“, so Fürweger.

Im Anschluss unterstrich Bürgermeister Bernhard Auinger die große Bedeutung gelebter Kinderrechte für die Stadt Salzburg. Er betonte: „Kinderrechte und Kinderschutz sind für mich von zentraler Bedeutung. Der Salzburger Kinderrechtspreis zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, die Stimmen von Kindern und Jugendlichen hörbar zu machen und ihnen echte Mitbestimmung zu geben. Projekte wie jene, die heute ausgezeichnet wurden, schaffen Bewusstsein, stärken junge Menschen und machen deutlich: Eine Stadt ist nur dann wirklich lebenswert, wenn Kinder und Jugendliche geschützt sind und ihre Rechte geachtet werden.“

Junges Moderatorenteam sorgte für großartige Stimmung 

Die rund 150 Gäste erlebten eine kurzweilige Veranstaltung, die ganz in Kinderhänden lag. Ein junges Moderatorenteam führte mit Esprit durch den Nachmittag und präsentierte die Projekte. Für musikalische Unterhaltung sorgte die Schulband „THE HEARTFILLERS“ der Mittelschule Moßhammer.

Unterstützung durch Stadt, Land und Partner

Unterstützt und gefördert wurde die diesjährige Preisvergabe mit rund 8.000 Euro durch Stadt und Land Salzburg, AK Salzburg, Salzburg AG, Salzburger Sparkasse, Sozialministeriumservice, Wirtschaftskammer Salzburg sowie den Lions Club Salzburg.

Weitere Preisträger:innen  
Die Jury zeichnete zudem sieben weitere Projekte aus:

  • 2. Platz, Institutionen und Vereine: Jugendtreff Bruck an der Glocknerstraße – „Weil wir bereits Menschen sind – unsere Rechte in Farbe“
  • 3. Platz, Institutionen und Vereine: Verein JoJo – Projekt „Peers4Teens“
  • 4. Platz, Institutionen und Vereine: Old s´c(h)ool Gruppe Lend – „Nachhaltigkeit für unsere Zukunft“ und die Hacker School in Salzburg – „Programmieren für alle!“
  • 2. Platz, Kinder & Jugendliche: MMS Maxglan – „Manifest der Salzburger Kinder- und Jugendkultur“
  • 3. Platz, Kinder & Jugendliche: VS Strobl – „Starke Stimmen – Starke Kinderrechte“
  • 4. Platz, Kinder & Jugendliche: Pfarrkindergarten St. Elisabeth – „Gelebte Kinderrechte - alle sind gleich, alle sind verschieden“

Weitere Informationen zum Kinderrechtspreis und zu den Angeboten der kija Salzburg finden Sie unter: 

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