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13.09.2017 14:01 Alter: 90 days
Kategorie: Presseaussendung

Heißer Herbst für regionale Beratung


14 Monate kija-Regionalbüro in Bischofshofen


Bild: kija-Beraterin Barbara Frauendorff vor dem Regionalbüro in Bischofshofen

Bild: kija-Beraterin Barbara Frauendorff vor dem Regionalbüro in Bischofshofen, Bahnhoffstraße 36

Im Juli 2016 eröffnete die kija Salzburg ihr Regionalbüro in Bischofshofen. Seither ist die kija zur nicht mehr wegzudenkenden Interessensvertretung für Kinder und Jugendliche aus Innergebirg geworden.

 

Ein Tag in der Region


Das Büro in der Bahnhofsstraße in Bischofshofen hat einmal die Woche jeden Montag geöffnet. Von hier aus koordiniert kija-Beraterin Barbara Frauendorff mit Unterstützung von Projektassistentin Ruth Fischer ihre zahlreichen Termine im Pinzgau, Pongau, Lungau und Lammertal – und da ist viel zu tun! Am Vormittag fährt sie zu einem Workshop in eine Volksschule, ein Kind fühlt sich ausgeschlossen und will nicht mehr zur Schule gehen. Am Nachmittag trifft sie mehrere Jugendliche zur Beratung, die Konflikte mit den Eltern haben, und am Abend gibt es ein Vernetzungstreffen mit anderen Institutionen zum Thema Jugend und Kriminalität. Dazwischen geht sich noch ein Gespräch mit dem Bürgermeister aus, um ihm die Dringlichkeit der Jugendarbeit in seiner Fremdenverkehrsgemeinde in Erinnerung zu rufen. Am nächsten Tag geht es früh weiter mit der Vorführung eines Kinderrechte-Theaterstücks. Das sind ganz normale 24 Stunden in der Region!

 

Sieben Beratungen pro Tag – 365 Mal im Jahr


In den letzten zwölf Monaten hat die kija im Raum Innergebirg mehr als 160 Schulkassen-Workshops vor rund 4.000 SchülerInnen abgehalten und 2.429 Kinder und Jugendliche beraten, wobei 45 Prozent davon sogar zum wiederholten Mal zur Beratung gekommen sind oder sich telefonisch oder via WhatsApp melden. Das entspricht im Schnitt sieben Beratungen täglich und zeigt neben dem enormen Beratungsbedarf der Jugendlichen das Vertrauen in die kija. Was die Jugendlichen besonders schätzen, sind die einfache Erreichbarkeit auch außerhalb fixer Bürozeiten, Vertraulichkeit und das Wissen, dass jeder weitere Schritt nur mit ihrer Zustimmung passiert. Der Aufbau dieser Vertrauensbasis ist entscheidend, damit sich die Kinder und Jugendlichen auch bei schweren Krisen Hilfe holen. Damit das gelingt, sind in der Region ein paar extra Hürden zu meistern, wie Beraterin Barbara Frauendorff erklärt:

 

„Die Arbeit in der Region erfordert ein hohes Maß an Flexibilität und Mobilität, weil Kinder und Jugendliche aus entlegenen Regionen - auch mangels Öffis - nicht selbstständig zur Beratung kommen können. Zusätzlich ist aufgrund des dünneren Angebots und der geringeren Spezialisierung von Beratungsstellen ein hohes Fachwissen in einem breiten Themenfeld erforderlich, es reicht von Suizid-Krisenintervention mitten in der Nacht bis hin zu Mediationsgesprächen mit Eltern oder Coaching von PädagogInnen bei Mobbing.“

 

Worunter Jugendliche besonders leiden


Ein Themenfeld, das Jugendliche in der Region (wie auch in der Stadt Salzburg) besonders belastet, ist Mobbing in der Schule. Im vergangenen Jahr fanden allein in Innergebirg 39 Workshops vor 835 SchülerInnen dazu statt. In 221 Einzelfällen wurde Barbara Frauendorff zur Beratung beigezogen – immer ging es um Kinder und/oder Jugendliche, die schwer unter dem erfahrenen Mobbing litten. Für Kinder und Jugendliche, deren familiäre und sozialen Netzte löchrig sind und die sonst niemanden kennen, der/die ihnen helfen kann, wird die kija so zum Rettungsanker. Aber auch ehrenamtliche MentorInnen des kija-Projekts MutMachen leisten wichtige Beziehungsarbeit. Insgesamt wurden im Pongau und Lungau 25 solcher Mentorenschaften vermittelt.

 

Was braucht es in den Bezirken?


So gut und wichtig das kija-Angebot in der Region auch ist, so deutlich zeigen die Zahlen den enormen Bedarf auf: Für das kommende Semester sind bereits jetzt alle kija-Termine für Mobbinginterventionsworkshops ausgebucht!!! Kinder- und Jugendanwältin Andrea Holz-Dahrenstaedt anerkennt zwar die Fortschritte beim Ausbau der sozialen Netze in der Region, weist aber auch auf die zahlreichen Lücken hin:

 

„Manches hat sich im letzten Jahr in den Bezirken zum Positiven verändert, z. B. durch den Ausbau der Schulsozialarbeit und der Kinder und Jugendpsychiatrie. Deutlich mehr passieren muss aber bei der Jugendarbeit (JUZ, Streetwork etc.), die direkt am Lebensumfeld der Jugendlichen andockt. Außerdem braucht es eine Aufstockung der mobilen und zugehenden psychosozialen und psychotherapeutischen Beratungsangebote sowie ausreichend Mittel für ehrenamtliche Patenschaftsprojekte wie MutMachen und Open.Heart.“

 

Kinderrechte-Theater in den Bezirken

Aktuell ist die kija Salzburg gemeinsam mit der Theaterachse und dem Jugendtheaterstück "Freiheit.komm" auf Tour in den Bezirken. In dem Stück geht es um Gratwanderungen in der Pubertät und darum, wie sich Jugendliche davor schützen können, dem Reiz gefährlicher Gruppen zu verfallen.

Folgende Termine sind für Schulklassen ab der 6. Schulstufe noch buchbar:

Montag       02.  Oktober 2017
Dienstag     03.  Oktober 2017
Dienstag     10.  Oktober 2017

Kosten:
0 bis 99 Personen: 5,- € / SchülerIn
Ab 100 Personen: 3,- € / SchülerIn

Anmeldung & Info:
Ruth Fischer, Regionalbüro Innergebirg: kija.innergebirg(at)salzburg.gv.at oder 0664-611 66 36


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